Hervey Bay und das Fraser Coast Anglican College

Hier kommt nun die Fortsetzung meines Australien-Reiseberichts.

Nach dem kurzen Aufenthalt in Brisbane habe ich meinen Mietwagen abgeholt und bin nach Hervey Bay gefahren. Das Fahren auf der „falschen“ Seite macht mich immer erstmal etwas nervös und dann bin ich erstaunt, wie einfach es eigentlich ist.

Nach einer langen und ermüdenden Autofahrt bin ich am Abend in Hervey Bay angekommen. Zum Glück gab es auf den Motorways in regelmäßigen Abständen Schilder mit Rätselfragen (erst die Fragen und dann einige Kilometer weiter die Antwort). Das hat beim Wachhalten wirklich geholfen und so habe ich u.a. gelernt, dass Fraser Island die größte Sandinsel der Welt ist.

Am nächsten Morgen bin ich früh zu einer Whale Watching Tour Richtung Fraser Island aufgebrochen. Leider war es zu früh in der Saison, um tatsächlich Wale zu sehen (ab Ende Juli garantieren die dortigen Tourenanbieter, dass man Buckelwale zu sehen bekommt), aber dafür haben mehrere Delfine minutenlang unser Boot begleitet und ich habe viele riesige Meeresschildkröten beim Luftholen beobachten können. Auch die Insel selbst ist mit ihrem weißen Sand und dem kristallklaren Wasser wunderschön und ich würde gerne wiederkommen und hier mehr Zeit verbringen. Einige Schulen in Queensland bieten zum Beispiel im Rahmen des Fachs „Marine Studies“ mehrtägige Ausflüge nach Fraser Island an (mit Campen am Strand).  Das sollte sich niemand entgehen lassen!

Meer

Nach der Bootstour habe ich das Fraser Coast Anglican College besucht. Eine Privatschule, mit der wir schon seit vielen Jahren zusammen arbeiten. Die Schule hat etwa 800 Schüler. Auf dem Campus sind auch die Grundschule und der Koala Kindy (Kindergarten) untergebracht. All das sorgt für eine sehr familiäre Atmosphäre, in der jeder neue Schüler schnell seinen Platz findet. Das Gelände der Schule ist 25 Hektar groß und erinnert an einen Park. An dem Tag meines Besuchs war ein „pupil free day“, es war der letzte Ferientag und nur die Lehrer waren da, um alles für die Ankunft der Schüler vorzubereiten. Statt der Schüler waren dutzende Kangaroos auf dem Schulgelände zu sehen. Eines sogar mit Joey (Baby)  im Beutel. Mehr Australien-Klischee kann man sich doch wirklich nicht wünschen (-:

Känguruh

Die Schule verfügt über ein gutes Musikprogramm (es gibt mehrere Bands und ein Orchester und gegen Gebühr können Schüler Instrumente ausleihen und Privatunterricht nehmen). Außerdem gibt es das Fach Marine Studies (ab dem Year 11) und ein Outdoor Education-Programm. Wer möchte, kann einen Tauchkurs belegen.

An der Schule wird Französisch unterrichtet und in der Regel ist es möglich, andere Fremdsprachen über eine Fernschule zu lernen.  Die Schule hat gute Hockey-, Rugby- und Fußball-Teams.

Das Fraser Coast Anglican College ist eine konfessionelle Schule. Jeder Schüler belegt hier das Fach RAVE (Religious and Values Education). Es wird mit dem nötigen Respekt behandelt, aber auch mit der typisch australischen Lebensfreude und Lockerheit unterrichtet. Konfessionelle Schulen in Australien darf man sich nicht als strenge Klosterschulen vorstellen. Oft sind sie besonders fortschrittlich und im Religionsunterricht werden unterschiedliche Lebenskonzepte betrachtet.

So, das war es erstmal wieder für heute. Im nächsten Teil erzähle ich euch von meinen Schulbesuchen an der Sunshine Coast.

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