Eltern-Mail: Ein unvergessliches Wiedersehen in Neuseeland

Am letzten Oktoberwochenende sind wir von unserer fünf-wöchigen Reise durch Neuseeland zurückgekehrt und haben schweren Herzens seitens unserer Tochter Melina sie mitbringen können. Es erfüllt uns mit Freude, wie Nicky Ewins (International Director, Kaiapoi High School) über Melina schreibt. Wir lernten sie in Kaiapoi kennen. Eine charmante Frau, die uns einen offenen Einblick in ihre Schule gewährte, von dem ich erzählen möchte.

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Es war Dienstag, der 26. September. Die Gastmutter von Melina gab uns ihren Wagenschlüssel und wir fuhren mit Melina zur Kaiapoi High School. War toll, gleich am 2. Tag nach unserer Ankunft ohne Erfahrung mit dem Linksverkehr, uns das Auto anzuvertrauen. Melina hatte uns in der Schule Tage vorher angekündigt und wir wurden herzlich von Nicky empfangen. Melina war für die Dauer unseres Besuchs vom Unterricht befreit worden und durfte uns Eltern durch die Schule führen. , was offensichtlich nicht so häufig vorkommt. Es wurde ausdrücklich von Nicky und Bruce Kearney (Schulleiter) unterstützt. Wir lernten Melinas Lehrer und Lehrerinnen kennen, indem uns Melina in die einzelnen Klassenräume während des Unterrichts führte. Sie stellte uns ihren Lehrern vor, ein wenig Smalltalk und Bekanntmachen bei ihren Schulkameraden, die ebenso neugierig auf uns waren und sich über uns freuten, dass wir in die Schule kamen. Umwerfend empfanden wir diese Lockerheit, Freundlichkeit und Offenheit. Wir fragten uns, ob das auch in Deutschland möglich wäre?

Von allen Lehrern erhielten wir ein überaus positives Feedback über unsere Tochter, die sich hervorragend integrierte und sich als fast echter Kiwi etabliert hatte. Die Englischlehrerin berichtet, dass Melina ihr „rock in the sea“ war. Wenn sie mal dringend aus dem Unterricht weg musste, wusste Melina die Klasse zu führen. Wir waren überwältigt. Nicky lud uns noch zum Schluss in ein Café ein und erzählte, dass sie sich die internationalen Schüler genau anschauen und wenn sie merken, dass die Einstellung und der Charakter stimmen, werden sie für den School Council vorgeschlagen. Melina wurde ja auch angesprochen und vertrat als „International Leader“ die internationalen Schüler im Schulsprechergremium.

Wieder zurück, durften wir einer Haka-Zeremonie der Kaiapoi Schüler zuschauen, die immer zum Ende eines Terms stattfindet. Mehrere Schüler fanden sich morgens früh am Strand zu sportlicher Betätigung ein. Anschließend zogen sie am langen Strick zwei Feuerwehrlastwagen durch den Ort bis aufs Schulgelände und führten den Haka-Tanz auf, ein uralter traditioneller Kriegstanz der Maoris. Zum Abschluss verabschiedeten sie sich gegenseitig mit dem Hongi-Gruß, ein großartiges Erlebnis!

Als dann nach einer Woche Aufenthalt bei der Gastfamilie der Start zur Rundreise anstand, kamen viele von Melinas Kiwi Freundinnen und Freunde, die, mit Tränen in den Augen, sie eng drückten und verabschiedeten. Sie hatten Melina tief in ihre Herzen geschlossen, die nun um den Verlust einer guten Freundin bluteten. Uns bewegte dieser Abschied sehr, der sich dann naturgemäß in die Länge zog.  Wie uns Melina später mitteilte, wird sich diese Klasse zum Jahresende auflösen, da es das letzte Level ist und sie damit ihre High School abgeschlossen haben, um weiterführende Berufsqualifikationen zu beginnen. Auch Melina hatte es schwer Abschied zu nehmen. Sie fand in Kaiapoi und Pegasus ein angenehmes Gast-Zuhause und ein freundschaftliches Umfeld, das seines Gleichen sucht.

Auf der sich anschließenden Rundreise über die Süd- und Nordinsel erlebten wir viel Interessantes und eine überwältigende Natur. Es würde jetzt den Rahmen der Mail sprengen, um über alles Erlebte zu berichten. Zwischendurch spielte Melina immer mal mit dem Gedanken, dass wir nach Christchurch zurückkehren könnten. Spätestens beim Übersetzen auf die Nordinsel wurde es ihr bewußt, dass ihr Aufenthalt in Neuseeland auch ein Ende hat.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen und der überaus guten Betreuung bedanken, die nicht nur für unsere Tochter durch ihren neunmonatigen Schulaufenthalt eine Bereicherung war, sondern auch uns ermöglichte, ungeahnte Eindrücke von Downunder – auch die Kiwis bezeichnen ihr Land so –  zu erleben, die wir vorher nicht erahnt hatten. Für uns steht fest, Neuseeland ein zweites Mal zu bereisen.

Weitere Schulbesuche an der Sunshine Coast

Am nächsten Tag habe ich die Mountain Creek State High School besucht und dort eine unserer Schülerinnen wiedergetroffen. Sie ist mittlerweile seit einem halben Jahr an der Schule und hat noch ein weiteres halbes Jahr vor sich. Sie strahlte über das ganze Gesicht und man hat ihr angesehen, wie gut es ihr gefällt. Das Deutschsprechen fiel ihr schon schwer und im Englischen klang sie wie ein richtiges Aussie Girl. Die Schule liegt gleich hinter Mooloolaba, unweit des dortigen Strandes. Sie ist eine der wenigen staatlichen Schulen in Queensland, an denen es regulären Spanischunterricht gibt. Die Schule ist mit 2.000 Schülern so groß, dass in zwei Schichten unterrichtet wird. Der Campus ist riesig, aber alles verteilt sich sehr gut und man merkt nie wirklich, dass es so viele Schüler gibt. Im Bereich Sport gibt es starke Teams im Rugby, Volleyball und Basketball. Die Schule hat außerdem einen eigenen Swimming Pool.

Im Anschluss bin ich zum Chancellor State College gefahren. Auch diese Schule gehört zu den größten an der Sunshine Coast. Sie liegt in Sippy Downs, direkt neben der Universität. Die Nähe zur Uni zahlt sich aus – die Schule kann deren Einrichtungen und Anlagen mitbenutzen (z.B. den großen modernen Sportplatz oder den Swimming Pool). Das Chancellor State College hat mich vor allem durch seine moderne Ausstattung beeindruckt. Im Bereich Naturwissenschaften und Mathe ist die Schule besonders stark und hat zahlreiche Auszeichnungen für ihr akademisches Programm erhalten. Auch hier wird das Fach Drama angeboten und es gibt es ein richtiges Theater mit Kassenhäuschen, das für Aufführungen benutzt wird. Durch die Nähe zur Uni gibt es eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und mit dem Bus ist man innerhalb von 10 Minuten am nächsten Strand. Viele Gastfamilien wohnen außerdem in Strandnähe. Das Chancellor State College hat ein Fußball-Exzellenz-Programm und auch das Fach Marine Science wird hier unterrichtet.

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Die letzte Schule, die ich besucht habe, war die Maroochydore State High School. Hier gibt es ein Biotechnology Excellence Program. Die Schule war die erste der Welt, die im eigenen Labor Pflanzenzellen gezüchtet hat.  Marine Studies bietet die Schule ebenfalls an und das Fach Surfen. Als ich dort war, haben die neuen Schüler zur Vorbereitung auf das erste Surftraining ein Erste-Hilfe-Training erhalten. Bis zum nächsten Strand sind es 2 Kilometer und die meisten Gastfamilien wohnen fußläufig zur Schule (die weiteste Entfernung sind ca. 20 Minuten mit dem Bus).

Bevor es zurück nach Deutschland ging, habe ich noch das Örtchen Noosa Heads und den dortigen Nationalpark besucht. Was für ein schönes Fleckchen Erde! Es gibt im Nationalpark einen Weg, der direkt an der Küste entlang führt. Auf der anderen Seite grenzt er an den Regenwald. Wer Glück (und Zeit hat), kann hier an einem Tag Wale und Koalas sehen. So viel Glück hatte ich nicht, ich muss wohl wiederkommen!

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Schulbesuche an der Sunshine Coast

Hier kommt nun die versprochene Fortsetzung meines Reiseberichts.

Von Hervey Bay bin ich zurück an die Sunshine Coast gefahren. Sie liegt etwa eine Stunde von Brisbane entfernt und macht ihrem Namen alle Ehre. Auch im australischen Winter herrscht hier Beach Life. Hier wird das ganze Jahr gesurft, gerne auch früh am Morgen, wenn die Wellen besonders gut sind.  Am Nachmittag sieht man viele Jugendliche, die sich mit ihren Freunden am Strand treffen.

Als erstes habe ich mir das Kawana Waters State College angeschaut. Es war der erste Schultag nach den Ferien und die neuen Internationals haben mich bereits in Uniform begrüßt. Die Schulgelände in Australien sind riesig, hier wird nicht in die Höhe, sondern in die Breite gebaut und entsprechend verwirrt waren die neuen Schüler noch. Von unseren ehemaligen Schülern hören wir immer wieder den Tipp, dass man diese Zeit der „Desorientierung“ unbedingt nutzen sollten, um australische Schüler anzusprechen und nach dem Weg zu fragen, um so neue Leute kennen zu lernen. Die Schule liegt direkt neben einem Aquatic Centre, wo erstklassiges Schwimmtraining bei einem ehemaligen Olympia-Coach genommen werden kann. Außerdem gibt es fußläufig eine Regattabahn und zahlreiche andere Sportmöglichkeiten (wie zum Beispiel auch einen modernen Skatepark). Die Schule hat ein Fußball-Exzellenz-Programm und starke Teams im Triathlon und im Water Polo. Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt im Bereich Theater. Der nächste Strand ist fußläufig erreichbar und so gibt es auch tolle Wassersportmöglichkeiten.

Am nächsten Tag habe ich die Caloundra State High School besucht. In unmittelbarer Nähe liegen sechs Strände, Tennisplätze, ein Golfplatz und ein modernes Aquatic Centre (mit angeschlossenem Fitnessstudio und Skatepark). An der Schule gibt es zwei Tanzstudios und verschiedene Bands und Orchester (Schüler, die in einer der Bands oder dem Orchester sind, erhalten pro Woche eine kostenlose Musikstunde und können das jeweilige Instrument gebührenfrei an der Schule ausleihen). Populäre Sportarten an der Schule sind Fußball, Volleyball, Basketball und Oztag (eine Variante des Rugby). In der Nähe der Schule gibt es einen Gymnastic club. Alle Schüler werden ermutigt,  an (typisch australischen) Sportarten oder Nachmittagsaktivitäten teilzunehmen. Es gibt einen Sportkurs mit dem Schwerpunkt Surfen und auch das beliebte Fach Marine Studies. Was die Schule aber vor allem auch ausmacht, sind die beiden Koordinatorinnen (sie heißen beide Helen), die sich um die Internationals kümmern. Sie sind ein absolut tolles Team und man merkt, wie viel Spaß ihnen ihr Job macht.

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Die beiden Helens und ich

Weiter ging es zur Bribie Island State High School. Die Insel gehört streng genommen noch gar nicht zu der Region Sunshine Coast, sondern zu Moreton Bay. Sie ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Von hier aus kann man mehrmals täglich mit Bus und Bahn in ca. 1,5 Stunden nach Brisbane fahren. Die Insel besteht größtenteils aus einem Nationalpark. Viele Einwohner aus Brisbane verbringen hier ihre Wochenenden oder den Urlaub. Auf der Insel selbst gibt es deshalb auch alles, was man für das tägliche Leben braucht. Es gibt viele kleine Läden, Cafés, natürlich Supermärkte, ein Kino, viele Sportmöglichkeiten und Strände! Von der Bribie Island State High School sind es 5 Minuten zu Fuß zum nächsten Strand. Die meisten Gastfamilien leben auf der Insel und haben auch selbst Kinder auf der Schule. Zwar gibt es auf Bribie Island alles, was man so braucht, aber trotzdem lebt man hier eher ein beschaulicheres Kleinstadtleben. Der größte Unterschied zu den anderen staatlichen Schulen an der Sunshine Coast ist wohl der, dass das internationale Programm der Schule deutlich kleiner ist. Hier geht man nicht mit dutzenden anderen Internationals zur Schule. Wer kein städtisches Umfeld braucht und schöne Strände liebt, ist hier genau richtig.

Im Bereich Sport liegen die Stärken der Schule besonders im Netball und im Rugby. Es gibt außerdem Tennisplätze, Handball- und Basketballfelder. Wird ein bestimmter Sport nicht über die Schule angeboten, gibt es in der Regel die Möglichkeit, ihn in einem Verein in der Nähe der Schule auszuüben.

Auch hier gibt es ein Musikprogramm, bei dem Schüler Instrumentalunterricht erhalten und es gibt die spannenden Fächer Marine Studies und Aquatic practices (boating) für die Jahrgänge 10, 11 und 12.

Immer mehr Schulen in Australien erwarten von ihren Schülern, dass sie ihre eigenen Laptops zum Lernen mitbringen. Manche Schulen (wie die Bribie Island SHS) verfügen aber auch über die Laptops, die man gegen Gebühr ausleihen und auch mit nach Hause nehmen kann.

In meinem nächsten Blogeintrag, erzähle ich euch von drei weiteren tollen Schulen an der Sunshine Coast.

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Hervey Bay und das Fraser Coast Anglican College

Hier kommt nun die Fortsetzung meines Australien-Reiseberichts.

Nach dem kurzen Aufenthalt in Brisbane habe ich meinen Mietwagen abgeholt und bin nach Hervey Bay gefahren. Das Fahren auf der „falschen“ Seite macht mich immer erstmal etwas nervös und dann bin ich erstaunt, wie einfach es eigentlich ist.

Nach einer langen und ermüdenden Autofahrt bin ich am Abend in Hervey Bay angekommen. Zum Glück gab es auf den Motorways in regelmäßigen Abständen Schilder mit Rätselfragen (erst die Fragen und dann einige Kilometer weiter die Antwort). Das hat beim Wachhalten wirklich geholfen und so habe ich u.a. gelernt, dass Fraser Island die größte Sandinsel der Welt ist.

Am nächsten Morgen bin ich früh zu einer Whale Watching Tour Richtung Fraser Island aufgebrochen. Leider war es zu früh in der Saison, um tatsächlich Wale zu sehen (ab Ende Juli garantieren die dortigen Tourenanbieter, dass man Buckelwale zu sehen bekommt), aber dafür haben mehrere Delfine minutenlang unser Boot begleitet und ich habe viele riesige Meeresschildkröten beim Luftholen beobachten können. Auch die Insel selbst ist mit ihrem weißen Sand und dem kristallklaren Wasser wunderschön und ich würde gerne wiederkommen und hier mehr Zeit verbringen. Einige Schulen in Queensland bieten zum Beispiel im Rahmen des Fachs „Marine Studies“ mehrtägige Ausflüge nach Fraser Island an (mit Campen am Strand).  Das sollte sich niemand entgehen lassen!

Meer

Nach der Bootstour habe ich das Fraser Coast Anglican College besucht. Eine Privatschule, mit der wir schon seit vielen Jahren zusammen arbeiten. Die Schule hat etwa 800 Schüler. Auf dem Campus sind auch die Grundschule und der Koala Kindy (Kindergarten) untergebracht. All das sorgt für eine sehr familiäre Atmosphäre, in der jeder neue Schüler schnell seinen Platz findet. Das Gelände der Schule ist 25 Hektar groß und erinnert an einen Park. An dem Tag meines Besuchs war ein „pupil free day“, es war der letzte Ferientag und nur die Lehrer waren da, um alles für die Ankunft der Schüler vorzubereiten. Statt der Schüler waren dutzende Kangaroos auf dem Schulgelände zu sehen. Eines sogar mit Joey (Baby)  im Beutel. Mehr Australien-Klischee kann man sich doch wirklich nicht wünschen (-:

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Die Schule verfügt über ein gutes Musikprogramm (es gibt mehrere Bands und ein Orchester und gegen Gebühr können Schüler Instrumente ausleihen und Privatunterricht nehmen). Außerdem gibt es das Fach Marine Studies (ab dem Year 11) und ein Outdoor Education-Programm. Wer möchte, kann einen Tauchkurs belegen.

An der Schule wird Französisch unterrichtet und in der Regel ist es möglich, andere Fremdsprachen über eine Fernschule zu lernen.  Die Schule hat gute Hockey-, Rugby- und Fußball-Teams.

Das Fraser Coast Anglican College ist eine konfessionelle Schule. Jeder Schüler belegt hier das Fach RAVE (Religious and Values Education). Es wird mit dem nötigen Respekt behandelt, aber auch mit der typisch australischen Lebensfreude und Lockerheit unterrichtet. Konfessionelle Schulen in Australien darf man sich nicht als strenge Klosterschulen vorstellen. Oft sind sie besonders fortschrittlich und im Religionsunterricht werden unterschiedliche Lebenskonzepte betrachtet.

So, das war es erstmal wieder für heute. Im nächsten Teil erzähle ich euch von meinen Schulbesuchen an der Sunshine Coast.

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Schulbesuche in Australien

Am 5. Juli bin ich mit einer kleinen Gruppe von 6 Schülerinnen (ja, wirklich nur Mädchen) über Singapur nach Brisbane geflogen. Es war meine erste Flugbegleitung nach Australien, aber die Mädels waren einfach super und alles lief problemlos. In Singapur hatten wir einige Stunden Aufenthalt und die meisten von uns haben die am Flughafen-Swimming Pool verbracht. Bei größeren Gruppen sehen wir vom Pool-Besuch lieber ab, da es sonst zu unübersichtlich wird, aber mit dieser kleinen Gruppe war das eine tolle Möglichkeit, sich etwas von dem ersten langen Flug zu erholen. Selbst wenn man nicht zum Pool geht – der Flughafen in Singapur bietet unendlich viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.

Nach dem letzten Flug (und ein paar Stunden Schlaf, unzähligen Filmen, Mahlzeiten und Snacks) sind wir am frühen Freitagmorgen in Brisbane angekommen. Auch hier lief mit der Einreise und der Zollkontrolle alles problemlos. Doch obwohl wir wussten, dass in unserem Gepäck nichts „Verbotenes“ war, waren wir ein bisschen nervös, als der „detector dog“ am Gepäck schnüffelte – und dann zum Glück weiterging!

Am Ausgang des Flughafens warteten auf drei von uns schon die Schul-Koordinatoren bzw. Gastfamilien. Natürlich waren wir nicht die einzigen internationalen Schüler, die angekommen sind. Mit uns im Flieger saßen etwa 70 italienische Gastschüler, die nach der erfolgreichen (!) Landung lautstark applaudiert haben. Und so war es gut, dass die Mädels ihre gelben T-Shirts getragen haben. Die Abholer haben uns gleich erkannt und das Australien-Abenteuer konnte für die ersten drei von uns beginnen. Die anderen drei Schülerinnen habe ich zum Weiterflug zum Domestic Terminal gebracht. Dort hieß es dann ebenfalls Abschied nehmen. Die drei hatten noch eine relativ lange Wartezeit, aber haben sich (laut WhatsApp-Update) tapfer geschlagen und sind dann gut in Cairns bzw. Rockhampton angekommen.

Für mich ging es weiter in die Innenstadt von Brisbane, wo ich noch bis zum Sonntag geblieben bin, bevor es für Schulbesuche weiterging nach Hervey Bay und an die Sunshine Coast.

Brisbane hat mich mit grauem Himmel und Nieselregen empfangen. Kalt war es trotzdem nicht; der dortige Winter hat viel Ähnlichkeit mit einem typischen Hamburger Sommer (-: Das Wetter wurde immer besser und gottseidank bin ich vom Jetlag einigermaßen verschont geblieben, so dass ich den Samstag nutzen konnte, um mir die Stadt anzuschauen. Sie hat mir wirklich gut gefallen! Besonders der Botanische Garten und der Stadtteil South Bank. Dieser ist eigentlich ein Naherholungsgebiet, das mitten in der Stadt, direkt am Fluss liegt. Dort gibt es Grünflachen, Platz für Veranstaltungen (an dem Samstag war dort gerade ein französisches Kulturfestival mit Chansons und vielen französischen Delikatessen) und künstlichem Strand. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, aber ich habe Brisbane als eine interessante Stadt mit spannenden kulturellen Angeboten erlebt.

Im nächsten Beitrag berichte ich über meine Fahrt nach Hervey Bay.

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Student Story – Unsere Stipendiatin Melina schreibt über ihre Erfahrungen als International Leader

Melina ist zur Zeit mit uns an der Kaiapoi High School auf der Südinsel Neuseelands. Für ihren Aufenthalt hat sie von der Schule und von uns ein Stipendium  bekommen und zeigt der Schule ihre Dankbarkeit, indem sie sich ganz besonders stark engagiert. Aufgrund ihres Engagements ist Melina zum „International Leader“ gewählt worden. Hier berichtet Melina nun selber:

Mir wurde es ermöglicht, die International Leaderin an der Kaiapoi High School, meiner Schule für 9 Monate hier in Christchurch, Neuseeland, zu sein. Dadurch gehöre ich dem School Council an, der aus 24 Schülern aus den verschiedenen Stufen von Jahrgang 9 bis Jahrgang 13 besteht, die insgesamt 850 Schüler der ganzen Schule vertreten.

Durch diese neue Aufgabe habe ich die Möglichkeit, neue Schüler kennenzulernen, mich mehr im Schulleben zu integrieren und bei Entscheidungen über verschiedene Projekte, die an der Schule durchgeführt werden sollen, mitzuwirken. Es werden aber nicht nur schulinterne Aktionen beschlossen und unterstützt, sondern auch Aktionen die Christchurch oder auch ganz Neuseeland betreffen. Unser letztes Projekt war eine Spendenaktion für die Feuerwehr hier in Christchurch, die geholfen hat das Feuer von den Port Hills zu löschen.

Ich freue mich über diese neue Aufgabe, die mir die Chance gibt noch mehr Erfahrungen mitzuerleben, vor allem auch im Schulleben hier.

Liebe Grüße

Melina

Broschüre Kaiapoi High School

Specialist Programm Golf

Specialist Programme Hospitality

Specialist Programm Outdoor Education

Student Story – Sophie berichtet von ihrem Kurztrip nach Punakaiki inkl. Buschwanderung und Goldwaschen

Hallo, mein Name ist Sophie und ich darf in diesem kleinen Eintrag über mein Wochenende berichten, welches ich zusammen mit anderen an einem ziemlich schönen Ort verbingen durfte.

Am Freitag, dem 3. März, bin ich zusammen mit 21 anderen Internationals von unserer Schule (Avonside Girls‘ High School, Anm. Hausch & Partner) nach Punakaiki, einem kleinen Ort an der Westküste Neuseelands, aufgebrochen. Auf unserer 6-stündigen Fahrt, haben wir Pausen in Springfield, Castle Hill and Arthurs Pass gemacht.

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Castle Hill

Richtig umgesehen haben wir uns allerdings nur in Castle Hill, da wir an Arthurs Pass viel zu müde waren und in Springfield neben der einzigen Attraktion, einem riesen Donut, geparkt haben und der Rest eher langweilig war.

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Donut in Springfield

Als wir am Abend dann im Punakaiki ankamen, haben wir erst unsere Zimmer bezogen. Die Zimmerverteilung hatten wir morgens in der Schule besprochen. Danach waren wir im Gemeinschaftsraum und einige der Internationals haben gekocht, während die anderen Spiele gespielt haben. Nach dem Dinner sollten wir dann in kleinen Gruppen ein Hochzeitskleid aus Klopapier basteln, was ziemlich viel Spaß gemacht und unseren Teamgeist gefördert hat.

Am nächsten Tag mussten wir bereits um 6:30 wieder aufstehen, da für den Tag eine Menge geplant war. Angefangen haben wir mit der Fahrt nach Shantytown, wo wir uns dann angezogen haben, wie die Menschen zu Goldrauschzeiten.

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Goldwaschen in Shantytown

Wir durften uns einige Zeit lang in der Stadt umsehen und Fotos machen und sind dann mit einer alten Bahn ein bisschen durch den neuseeländischen Busch bis zu einer kleinen Lichtung, auf der wir einige Weka, dass sind Vögel, die nicht fliegen können und nur in Neuseeland zu finden sind, gesehen haben. Eine Mitarbeiterin von Shantytown hat uns Brot gegeben und wir durften die Weka füttern. Wenn man sich getraut hat, konnte man ihnen sogar die offene Hand mit dem Brot hinhalten und sie haben aus der Hand gefressen. Danach sind wir zurück nach Shantytown gefahren und waren noch Goldwaschen, bevor wir dann zurück nach Punakaiki gefahren sind. Gegen 12 waren wir dann an einem Fluss in der Nähe von unserer Jugendherberge angehalten und haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ist zu erst Kanufahren gegangen, die andere war zum Wandern. Nach ungefähr 1 ½ Stunden haben wir uns dann abgewechselt. Das ganze war ziemlich schön, da der Fluss sowie der Wanderweg durch den Neuseeländischen Busch geführt hat und man einige ziemlich hübsche Sachen sehen konnte.

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Danach sollten wir eigentlich zurück in die Jugendherberge, aber da es noch ziemlich früh war, haben wir uns dann entschieden zu den Pancake Rocks und den Blowholes zu fahren. Nach dem wir Kakao trinken waren, in dem kleinen Cafe neben dem Park, sind wir dann auch los gegangen. Die Blowholes haben leider nicht wirklich funktioniert, was an Ebbe und zu wenig Wind lag, aber da schon die Natur dort unglaublich schön ist, war das gar nicht mal schlimm. Am Abend hat dann eine andere unserer deutschen Austauschschülerinnen zusammen mit mir das Spiel Werwolf angeleitet, was wir dann auch den restlichen Abend gespielt haben.

Am nächsten Tag sind wir dann um 8 wieder aufgestanden und haben unser Gepäck zurück in den Bus gebracht. Wir sind dann nach einer kurzen Fahrt zu einer kurzer Wanderung durch den Busch zu einer Halbinsel und einem ziemlich hübschen Strand aufgebrochen, an dem wir dann ungefähr 2 Stunden waren.

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Danach haben wir uns auf den Rückweg nach Christchurch gemacht, wo wir noch einmal eine Pause an Arthur´s Pass gemacht haben, in welcher ich zusammen mit der Homestay Koordinatorin, einer Assistentin und einer anderen Austauschschülerin zu einem Wasserfall gegangen bin.

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Gegen 6 sind wir dann alle Müde von dem Wochenende zurück gekommen. Insgesamt hat das Wochenende echt Spaß gemacht und habe ein bisschen was neues ausprobiert und einige ziemlich schöne Teile von Neuseeland gesehen.

Roboter bauen mit dem siegreichen Team der North Peace Secondary School

Immer wieder hören wir von unseren Schülern, dass sie an ihren Deutschen Schulen das praktische Arbeiten vermissen. Sie lernen Formeln in Physik und Mathe auswendig und können komplizierte Aufgaben auf dem Papier lösen. Bei vielen bleibt jedoch ein großes Fragezeichen, was ihnen dieses Wissen nützt und wie sie es in der Praxis anwenden können. Häufig bleibt dadurch auch die Begeisterung für diese Fächer auf der Strecke.

Im Vergleich Australien, Kanada und Neuseeland hinkt Deutschland hinterher, wenn es um das Erlernen praktischer technischer oder handwerklicher Fähigkeiten in den Schulen geht. Die Werkstätten der kanadischen, australischen oder neuseeländischen sind mit modernsten Geräten ausgestattet und werden von Fachkräften geführt.

In Kanada unterstützt seit 1994 die non-profit Organistaion Skills Canada British Columbia (SkillsBC) Schulen, Ausbildungsstätten, Unternehmen und den Staat dabei, Jugendliche für eine Karriere im handwerklichen oder technologischen Umfeld zu gewinnen.

Regelmäßig finden Wettbewerbe statt, bei denen die Schüler ihre Projekte vorstellen können. Brian Campbell, District Principal of Careers and International Education vom Peace River North School District, ist stolz auf die vier Schüler der North Peace Secondary School, die gestern die Silbermedaille im Fach Robotics gewonnen haben.

Andere Bereiche in denen die Schüler gegeneinander antraten, waren unter anderem 2D Computer Animation, Aerospace Technology, Automotive Service und Culinary Arts. Unter den anderen Gewinnern sind viele Schüler aus Distrikten, mit denen Hausch & Partner ebenfalls zusammenarbeitet. Wer also mehr zu diesen spannenden Themen erfahren und sich über die Möglichkeiten an den unterschiedlichen Schulen informieren möchte, kann sich bei uns persönlich beraten lassen.

Über den Wettbewerb:

Alaska Highway News: Peace Region students among the best at provincial skills competition

Über den Peace River North School District:

SD 60 Brochure

 

Mit einem Sport-Stipendium zu den Kiwis

Baggern, pritschen, aufschlagen, schlenzen, Punkte, Tore, Körbe oder Freiwürfe – in Neuseelands Schulen werden Sporttalente gefördert. Mit 13 Stipendiaten aus Deutschland und Österreich wollen sie nächstes Jahr ihre Teams verstärken und in den Ranglisten ganz oben agieren.

In Auckland und Palmerston North (Auckland Grammar School und Awatapu College) können  Hockeytalente den Stick zum Einsatz bringen. Auch die King´s High School sucht Verstärkung. Die taktischen Raffinessen der ältesten Sportart, in der Frauen zugelassen wurden, könnt ihr ebenfalls in New Plymouth (New Plymouth Boys‘ High School) und am Villa Maria College in Christchurch erlernen. Einen starken Feldspieler sucht die Whangarei Boys‘ High School.

An der Burnside High School in Christchurch wird nicht nur meisterlich musiziert, sondern die Sportteams spielen in obersten Ligen mit. Damit das auch so bleibt, möchten sich die Volleyballer mit einem Nationalkader-Spieler verstärken und bieten hierfür ein hohes Stipendium.

In Neuseeland wird eher Rugby gespielt? Ja, aber auch Fußball und die Wassersportarten stehen hoch im Kurs. Die Fußballer der Kings`s High School brauchen einen bewährten Kicker, am Nelson College werden Basketball-Talente gesucht, um noch mehr Körbe zu werfen.

Sonne, Sandstrände und jede Menge Wasser sind schon da, jetzt fehlen noch echte Wasserratten. Segeln, Kayak, Surfen, Tauchen – an der eigenen Wassersportakademie der Waiheke High School kann man das alles machen, aber auch die Theorie-Grundlagen des Sports erlernen. Die richtige Ernährung, Fitness und der Umgang mit Verletzungen stehen auf dem Stundenplan.

Drei weitere Stipendien gehen an Aktive in anderen Sportarten. Am Alfriston College wird ein Stipendiat bei seinen Aktivitäten im Fach Outdoor Education gefördert.

Einem ganz besonderen Sport gehen die Schüler an der Timaru Boys‘ und auch an der Girls‘ School auf der Südinsel Neuseelands in einem 10wöchigen Schnupperkurs nach. Dort lernt ihr alles über das Fliegen, sitzt in einem Cockpit, besucht einen Tower und könnt auch eine Fluglizenz erwerben, wenn ihr 2 Jahre im Land bleibt.

Sportasse machen den ersten Aufschlag zur Bewerbung bei „Meet the Schools!“  am 1. April in Hamburg (MtS_HH_2017). Wer gerade mit seinem Team ein wichtiges Match bestreitet und nicht dabei sein kann, der ruft uns an (Tel. 040-4147580) oder platziert zielsicher eine Mail in unserem Briefkasten: info@hauschundpartner.de

 

Neuseeland für Nachwuchskünstler

Das Spiel im Gitarrenensemble, Einzelunterricht auf dem Instrument, Musiktheorie und das Singen in einem der sechs Chöre ihrer Schule standen auf dem Stundenplan von Neuseeland-Rückkehrerin Sarah aus Hamburg. Nach sechs Jahren Gitarrenunterricht zu Hause brachte sie beste Voraussetzungen für den internationalen Musikzweig an der Burnside High School in Christchurch, eine der größten (2500 Schüler) und bei pazifikweiten Wettbewerben besten Schulen mit.

Sie lernte in Bands zu spielen, schneller vom Blatt abzulesen und kann Akkorde besser bestimmen. Für einen Wettbewerb komponierte sie mit anderen Musikbegeisterten ein Stück, das pazifische Elemente wie die Sprache der Maori enthielt. Mit den 70 Sängern ihres Chores trat sie mit einem Queen-Stück zu einem landesweiten Vergleich an, bei dem Neuseelands besten Ensembles im Fernsehen auftraten. Das Fach Modern Dance machte das mehrfach ausgezeichnete Musikprogramm (6 Chöre, 12 Orchester und Bands) der Schule komplett.

Auch Alina besuchte die Burnside High School und berichtet im folgenden Video, wie sich ihr Geigenspiel durch die Teilnahme am Musikprogramm verbessert hat.

Die Burnside High School fördert erneut ein Musiktalent, das ein Instrument spielt oder singt, mit einem Stipendium. Könner auf der Trompete haben die Chance, das Orchester der Auckland Grammar School zu verstärken.

Aber auch andere künstlerische Begabungen erfahren eine Förderung. Ein Plakat für die Veranstaltungen der Schule gestalten, an der Zeitung mitwirken, Kunststile verfeinern, mit Grafikprogrammen arbeiten oder ein eigenes Produkt designen – die Möglichkeiten sind in Neuseeland vielfältig. Speziell für Schüler, die ihre Kenntnisse in Kunst und Design oder Kunst und Medien vertiefen möchten, bieten drei Schulen (Whanganui High School, Logan Park High School und Botany Downs Secondary College) ein Stipendium an.

Weitere Informationen zu den Schulen und den Stipendien erhält man auf unserer Messe „Meet the Schools“ am 01. April 2017 in Hamburg: MtS_HH_2017

Natürlich freuen wir uns auch immer über Nachrichten an info@hauschundpartner.de