Blog

Eltern-Mail: Ein unvergessliches Wiedersehen in Neuseeland

Am letzten Oktoberwochenende sind wir von unserer fünf-wöchigen Reise durch Neuseeland zurückgekehrt und haben schweren Herzens seitens unserer Tochter Melina sie mitbringen können. Es erfüllt uns mit Freude, wie Nicky Ewins (International Director, Kaiapoi High School) über Melina schreibt. Wir lernten sie in Kaiapoi kennen. Eine charmante Frau, die uns einen offenen Einblick in ihre Schule gewährte, von dem ich erzählen möchte.

IMG_E1009

Es war Dienstag, der 26. September. Die Gastmutter von Melina gab uns ihren Wagenschlüssel und wir fuhren mit Melina zur Kaiapoi High School. War toll, gleich am 2. Tag nach unserer Ankunft ohne Erfahrung mit dem Linksverkehr, uns das Auto anzuvertrauen. Melina hatte uns in der Schule Tage vorher angekündigt und wir wurden herzlich von Nicky empfangen. Melina war für die Dauer unseres Besuchs vom Unterricht befreit worden und durfte uns Eltern durch die Schule führen. , was offensichtlich nicht so häufig vorkommt. Es wurde ausdrücklich von Nicky und Bruce Kearney (Schulleiter) unterstützt. Wir lernten Melinas Lehrer und Lehrerinnen kennen, indem uns Melina in die einzelnen Klassenräume während des Unterrichts führte. Sie stellte uns ihren Lehrern vor, ein wenig Smalltalk und Bekanntmachen bei ihren Schulkameraden, die ebenso neugierig auf uns waren und sich über uns freuten, dass wir in die Schule kamen. Umwerfend empfanden wir diese Lockerheit, Freundlichkeit und Offenheit. Wir fragten uns, ob das auch in Deutschland möglich wäre?

Von allen Lehrern erhielten wir ein überaus positives Feedback über unsere Tochter, die sich hervorragend integrierte und sich als fast echter Kiwi etabliert hatte. Die Englischlehrerin berichtet, dass Melina ihr „rock in the sea“ war. Wenn sie mal dringend aus dem Unterricht weg musste, wusste Melina die Klasse zu führen. Wir waren überwältigt. Nicky lud uns noch zum Schluss in ein Café ein und erzählte, dass sie sich die internationalen Schüler genau anschauen und wenn sie merken, dass die Einstellung und der Charakter stimmen, werden sie für den School Council vorgeschlagen. Melina wurde ja auch angesprochen und vertrat als „International Leader“ die internationalen Schüler im Schulsprechergremium.

Wieder zurück, durften wir einer Haka-Zeremonie der Kaiapoi Schüler zuschauen, die immer zum Ende eines Terms stattfindet. Mehrere Schüler fanden sich morgens früh am Strand zu sportlicher Betätigung ein. Anschließend zogen sie am langen Strick zwei Feuerwehrlastwagen durch den Ort bis aufs Schulgelände und führten den Haka-Tanz auf, ein uralter traditioneller Kriegstanz der Maoris. Zum Abschluss verabschiedeten sie sich gegenseitig mit dem Hongi-Gruß, ein großartiges Erlebnis!

Als dann nach einer Woche Aufenthalt bei der Gastfamilie der Start zur Rundreise anstand, kamen viele von Melinas Kiwi Freundinnen und Freunde, die, mit Tränen in den Augen, sie eng drückten und verabschiedeten. Sie hatten Melina tief in ihre Herzen geschlossen, die nun um den Verlust einer guten Freundin bluteten. Uns bewegte dieser Abschied sehr, der sich dann naturgemäß in die Länge zog.  Wie uns Melina später mitteilte, wird sich diese Klasse zum Jahresende auflösen, da es das letzte Level ist und sie damit ihre High School abgeschlossen haben, um weiterführende Berufsqualifikationen zu beginnen. Auch Melina hatte es schwer Abschied zu nehmen. Sie fand in Kaiapoi und Pegasus ein angenehmes Gast-Zuhause und ein freundschaftliches Umfeld, das seines Gleichen sucht.

Auf der sich anschließenden Rundreise über die Süd- und Nordinsel erlebten wir viel Interessantes und eine überwältigende Natur. Es würde jetzt den Rahmen der Mail sprengen, um über alles Erlebte zu berichten. Zwischendurch spielte Melina immer mal mit dem Gedanken, dass wir nach Christchurch zurückkehren könnten. Spätestens beim Übersetzen auf die Nordinsel wurde es ihr bewußt, dass ihr Aufenthalt in Neuseeland auch ein Ende hat.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen und der überaus guten Betreuung bedanken, die nicht nur für unsere Tochter durch ihren neunmonatigen Schulaufenthalt eine Bereicherung war, sondern auch uns ermöglichte, ungeahnte Eindrücke von Downunder – auch die Kiwis bezeichnen ihr Land so –  zu erleben, die wir vorher nicht erahnt hatten. Für uns steht fest, Neuseeland ein zweites Mal zu bereisen.

Student Story – Leandra schreibt über das Leben im Internat

 „Good morning!“ „Time to get up, honey!“ So oder so ähnlich hört es sich an, wenn man um Punkt 7 Uhr morgens im zum Whanganui Girls´ College gehörigen Hostel/Internat geweckt wird. Ich werde euch jetzt von meinem alltäglichen Leben in diesem Internat berichten, in dem ich nun seit knapp 2 Monaten sehr zufrieden meine Zeit in Neuseeland verbringe. Nach dem Wecken hat man bis 7:30 Uhr Zeit sich für die Schule anzuziehen, was bedeutet die Schuluniform ( ich verrate jetzt ein großes Geheimnis; ich bleibe immer bis 7:20Uhr einfach im Bett liegen(: ). Frühstück gibt es dann von 7:30Uhr bis 8:00Uhr, wobei tatsächlich Toast belegt mit Nudeln mit Tomatensauce ein sehr beliebtes Gericht ist, wie ich am Infotag in Hamburg zum Glück schon aufgeklärt wurde. Aber keine Sorge, es gibt auch ganz „normale“ Möglichkeiten zu frühstücken, wie Cornflakes mit Milch oder Joghurt. Anschließend hat man ca. 20 Minuten Zeit sich die Zähne zu putzen, ein Pausenbrot zu machen und/oder einfach zu relaxen, bis um ca. 8:20 Uhr eine Glocke alle Schülerinnen in den Ess-/Gemeinschaftsraum ruft. Dort findet ein meiner Meinung nach sehr nettes Ritual statt: Barry, einer der Betreuer, wünscht allen Schülerinnen mit ein paar Worten einen schönen Tag in der Schule, die dann um 8:40 Uhr startet.

img_7675-crop-u15087
Das Ad Astra Hostel des Whanganui Girls‘ College

Nach der Schule meldet man sich bei den Betreuern zurück und hat die Möglichkeit sich etwas zu essen zu machen, danach hat man Freizeit. Um 17:15 Uhr gibt es dann die warme Mahlzeit des Tages. Weitere Programmpunkte des Tages sind nur noch Hausaufgabenzeit (jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonntag) / verpflichtendes Spaßprogramm (Gesellschaftsspiele oder Filmeabende) und die Schlafenszeit, die in den Abenden vor einem Schultag 22 Uhr und sonst 23 Uhr ist (niemand ist wütend, wenn man noch liest oder sich anderweitig leise in seinem Zimmer beschäftigt).

Wie man sehen kann ist das Leben in einem Internat ziemlich strukturiert, hat man aber außerschulische Aktivitäten, wie in meinem Fall Tennistraining und Orchester, so ist das kein Problem und man wird nicht nur von den auf dem Plan stehenden Aktivitäten freigestellt, sondern sogar dorthin gefahren, falls das nötig oder hilfreich ist.

Darüber hinaus kann ich allen Leuten, die an einem Auslandsaufenthalt interessiert sind und nicht wissen ob sie mit einer Gastfamilie oder in einem Internat leben wollen, nur von einem riesigen Vorteil des Internatslebens und einem Nachteil erzählen. Schlechte Nachricht immer vor der guten, also los(: : Damit hier nicht ein riesiges Chaos herrscht gibt es leider ziemlich viele Regeln, die man wohl oder übel einhalten muss, es sei denn man will harte Strafen aussitzen. Diese Regeln sind hauptsächlich dass, wenn man sich mit Freunden verabreden will, man immer um Punkt 17 Uhr zurück sein muss, was es ziemlich erschwert sich mit den normalen Tagesschülern, die es hier an der Schule auch gibt, zu treffen. Außerdem muss ich, als eine Schülerin des „Year 11“ jeden Abend vor einem Schultag um kurz vor 22 Uhr mein Handy abgeben und bekomme dieses erst am nächsten Morgen um 8 wieder zurück. Bricht man Regeln so kann man wie gesagt wirklich hart bestraft werden ( ich musste mein Handy mal eine Woche abgeben ohne es wiederzubekommen, weil ich während der Hausaufgabenzeit Snapchat benutzt habe upsss(:  ) Besonders hart trifft mich auch, dass das WLAN am Wochenende um ca.24 Uhr abgeschaltet wird, sodass ich bedauerlicherweise wegen der Zeitverschiebung nicht Bundesliga gucken kann, aber ich denke mal, dass es sich hier um ein eher seltenes und persönliches Problem handelt (: . So, und nun kommen wir endlich zum GUTEN Teil, darauf habe ich schon die ganze Zeit gewartet ; das Tolle an einem Internat ist, dass man seine gesamte Zeit mit Gleichaltrigen verbringt und wenn man diese Gleichaltrigen zufälligerweise mag (und Neuseeländer sind WIRKLICH freundliche, coole Leute) dann kann das ganzes Leben zu einer Art endloser Klassenfahrt werden, nur noch besser, nämlich in dem Sinne, dass man auch mal ruhige Stunden hat (schließlich ist es Alltag). Wenn man Glück hat, dann findet man nach einer gewissen Zeit wirklich gute Freunde in dem Internat und hat gar kein großes Problem mehr damit, dass man nicht so lange ausgehen darf, weil man seine Freunde sowieso immer um sich hat. Darüber hinaus sind die Betreuer sehr nette Leute, die immer Zeit für dich haben falls du das wünscht. Selbst wenn man nicht seine aller allerbesten Freunde findest (das kann in einer so kurzen Zeit nicht unbedingt wahrscheinlich sein, denke ich mal, zumindest ist es bei mir nicht so), so kann man trotzdem eine Menge Spaß haben und falls man mal Heimweh hat, so gibt es immer jemanden der sich dafür interessiert und hilft; versucht, die Familie, soweit das überhaupt möglich ist, zu ersetzen.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich sehr glücklich bin hier zu sein, nichtsdestotrotz aber plane meinen 2. Term hier in Neuseeland in einer Gastfamilie zu verbringen, um beides einmal ausprobiert zu haben und die Tagesschüler in der Schule auch einmal näher kennenzulernen. Insgesamt kann ich aber auf jeden Fall versprechen, dass Neuseeland ein wirklich tolles Land ist (: !

Weitere Schulbesuche an der Sunshine Coast

Am nächsten Tag habe ich die Mountain Creek State High School besucht und dort eine unserer Schülerinnen wiedergetroffen. Sie ist mittlerweile seit einem halben Jahr an der Schule und hat noch ein weiteres halbes Jahr vor sich. Sie strahlte über das ganze Gesicht und man hat ihr angesehen, wie gut es ihr gefällt. Das Deutschsprechen fiel ihr schon schwer und im Englischen klang sie wie ein richtiges Aussie Girl. Die Schule liegt gleich hinter Mooloolaba, unweit des dortigen Strandes. Sie ist eine der wenigen staatlichen Schulen in Queensland, an denen es regulären Spanischunterricht gibt. Die Schule ist mit 2.000 Schülern so groß, dass in zwei Schichten unterrichtet wird. Der Campus ist riesig, aber alles verteilt sich sehr gut und man merkt nie wirklich, dass es so viele Schüler gibt. Im Bereich Sport gibt es starke Teams im Rugby, Volleyball und Basketball. Die Schule hat außerdem einen eigenen Swimming Pool.

Im Anschluss bin ich zum Chancellor State College gefahren. Auch diese Schule gehört zu den größten an der Sunshine Coast. Sie liegt in Sippy Downs, direkt neben der Universität. Die Nähe zur Uni zahlt sich aus – die Schule kann deren Einrichtungen und Anlagen mitbenutzen (z.B. den großen modernen Sportplatz oder den Swimming Pool). Das Chancellor State College hat mich vor allem durch seine moderne Ausstattung beeindruckt. Im Bereich Naturwissenschaften und Mathe ist die Schule besonders stark und hat zahlreiche Auszeichnungen für ihr akademisches Programm erhalten. Auch hier wird das Fach Drama angeboten und es gibt es ein richtiges Theater mit Kassenhäuschen, das für Aufführungen benutzt wird. Durch die Nähe zur Uni gibt es eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und mit dem Bus ist man innerhalb von 10 Minuten am nächsten Strand. Viele Gastfamilien wohnen außerdem in Strandnähe. Das Chancellor State College hat ein Fußball-Exzellenz-Programm und auch das Fach Marine Science wird hier unterrichtet.

Bild 1

Die letzte Schule, die ich besucht habe, war die Maroochydore State High School. Hier gibt es ein Biotechnology Excellence Program. Die Schule war die erste der Welt, die im eigenen Labor Pflanzenzellen gezüchtet hat.  Marine Studies bietet die Schule ebenfalls an und das Fach Surfen. Als ich dort war, haben die neuen Schüler zur Vorbereitung auf das erste Surftraining ein Erste-Hilfe-Training erhalten. Bis zum nächsten Strand sind es 2 Kilometer und die meisten Gastfamilien wohnen fußläufig zur Schule (die weiteste Entfernung sind ca. 20 Minuten mit dem Bus).

Bevor es zurück nach Deutschland ging, habe ich noch das Örtchen Noosa Heads und den dortigen Nationalpark besucht. Was für ein schönes Fleckchen Erde! Es gibt im Nationalpark einen Weg, der direkt an der Küste entlang führt. Auf der anderen Seite grenzt er an den Regenwald. Wer Glück (und Zeit hat), kann hier an einem Tag Wale und Koalas sehen. So viel Glück hatte ich nicht, ich muss wohl wiederkommen!

Ihr seid neugierig geworden und möchtet auch an den Stränden der Sunshine Coast surfen? Dann kommt gerne bei uns vorbei und lasst euch von uns beraten. Mehr über Hausch & Partner erfahrt ihr unter www.hauschundpartner.de

Schulbesuche an der Sunshine Coast

Hier kommt nun die versprochene Fortsetzung meines Reiseberichts.

Von Hervey Bay bin ich zurück an die Sunshine Coast gefahren. Sie liegt etwa eine Stunde von Brisbane entfernt und macht ihrem Namen alle Ehre. Auch im australischen Winter herrscht hier Beach Life. Hier wird das ganze Jahr gesurft, gerne auch früh am Morgen, wenn die Wellen besonders gut sind.  Am Nachmittag sieht man viele Jugendliche, die sich mit ihren Freunden am Strand treffen.

Als erstes habe ich mir das Kawana Waters State College angeschaut. Es war der erste Schultag nach den Ferien und die neuen Internationals haben mich bereits in Uniform begrüßt. Die Schulgelände in Australien sind riesig, hier wird nicht in die Höhe, sondern in die Breite gebaut und entsprechend verwirrt waren die neuen Schüler noch. Von unseren ehemaligen Schülern hören wir immer wieder den Tipp, dass man diese Zeit der „Desorientierung“ unbedingt nutzen sollten, um australische Schüler anzusprechen und nach dem Weg zu fragen, um so neue Leute kennen zu lernen. Die Schule liegt direkt neben einem Aquatic Centre, wo erstklassiges Schwimmtraining bei einem ehemaligen Olympia-Coach genommen werden kann. Außerdem gibt es fußläufig eine Regattabahn und zahlreiche andere Sportmöglichkeiten (wie zum Beispiel auch einen modernen Skatepark). Die Schule hat ein Fußball-Exzellenz-Programm und starke Teams im Triathlon und im Water Polo. Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt im Bereich Theater. Der nächste Strand ist fußläufig erreichbar und so gibt es auch tolle Wassersportmöglichkeiten.

Am nächsten Tag habe ich die Caloundra State High School besucht. In unmittelbarer Nähe liegen sechs Strände, Tennisplätze, ein Golfplatz und ein modernes Aquatic Centre (mit angeschlossenem Fitnessstudio und Skatepark). An der Schule gibt es zwei Tanzstudios und verschiedene Bands und Orchester (Schüler, die in einer der Bands oder dem Orchester sind, erhalten pro Woche eine kostenlose Musikstunde und können das jeweilige Instrument gebührenfrei an der Schule ausleihen). Populäre Sportarten an der Schule sind Fußball, Volleyball, Basketball und Oztag (eine Variante des Rugby). In der Nähe der Schule gibt es einen Gymnastic club. Alle Schüler werden ermutigt,  an (typisch australischen) Sportarten oder Nachmittagsaktivitäten teilzunehmen. Es gibt einen Sportkurs mit dem Schwerpunkt Surfen und auch das beliebte Fach Marine Studies. Was die Schule aber vor allem auch ausmacht, sind die beiden Koordinatorinnen (sie heißen beide Helen), die sich um die Internationals kümmern. Sie sind ein absolut tolles Team und man merkt, wie viel Spaß ihnen ihr Job macht.

Lena
Die beiden Helens und ich

Weiter ging es zur Bribie Island State High School. Die Insel gehört streng genommen noch gar nicht zu der Region Sunshine Coast, sondern zu Moreton Bay. Sie ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Von hier aus kann man mehrmals täglich mit Bus und Bahn in ca. 1,5 Stunden nach Brisbane fahren. Die Insel besteht größtenteils aus einem Nationalpark. Viele Einwohner aus Brisbane verbringen hier ihre Wochenenden oder den Urlaub. Auf der Insel selbst gibt es deshalb auch alles, was man für das tägliche Leben braucht. Es gibt viele kleine Läden, Cafés, natürlich Supermärkte, ein Kino, viele Sportmöglichkeiten und Strände! Von der Bribie Island State High School sind es 5 Minuten zu Fuß zum nächsten Strand. Die meisten Gastfamilien leben auf der Insel und haben auch selbst Kinder auf der Schule. Zwar gibt es auf Bribie Island alles, was man so braucht, aber trotzdem lebt man hier eher ein beschaulicheres Kleinstadtleben. Der größte Unterschied zu den anderen staatlichen Schulen an der Sunshine Coast ist wohl der, dass das internationale Programm der Schule deutlich kleiner ist. Hier geht man nicht mit dutzenden anderen Internationals zur Schule. Wer kein städtisches Umfeld braucht und schöne Strände liebt, ist hier genau richtig.

Im Bereich Sport liegen die Stärken der Schule besonders im Netball und im Rugby. Es gibt außerdem Tennisplätze, Handball- und Basketballfelder. Wird ein bestimmter Sport nicht über die Schule angeboten, gibt es in der Regel die Möglichkeit, ihn in einem Verein in der Nähe der Schule auszuüben.

Auch hier gibt es ein Musikprogramm, bei dem Schüler Instrumentalunterricht erhalten und es gibt die spannenden Fächer Marine Studies und Aquatic practices (boating) für die Jahrgänge 10, 11 und 12.

Immer mehr Schulen in Australien erwarten von ihren Schülern, dass sie ihre eigenen Laptops zum Lernen mitbringen. Manche Schulen (wie die Bribie Island SHS) verfügen aber auch über die Laptops, die man gegen Gebühr ausleihen und auch mit nach Hause nehmen kann.

In meinem nächsten Blogeintrag, erzähle ich euch von drei weiteren tollen Schulen an der Sunshine Coast.

Ihr seid neugierig geworden und möchtet auch an den Stränden der Sunshine Coast surfen? Dann kommt gerne bei uns vorbei und lasst euch von uns beraten. Mehr über Hausch & Partner erfahrt ihr unter www.hauschundpartner.de

 

Hervey Bay und das Fraser Coast Anglican College

Hier kommt nun die Fortsetzung meines Australien-Reiseberichts.

Nach dem kurzen Aufenthalt in Brisbane habe ich meinen Mietwagen abgeholt und bin nach Hervey Bay gefahren. Das Fahren auf der „falschen“ Seite macht mich immer erstmal etwas nervös und dann bin ich erstaunt, wie einfach es eigentlich ist.

Nach einer langen und ermüdenden Autofahrt bin ich am Abend in Hervey Bay angekommen. Zum Glück gab es auf den Motorways in regelmäßigen Abständen Schilder mit Rätselfragen (erst die Fragen und dann einige Kilometer weiter die Antwort). Das hat beim Wachhalten wirklich geholfen und so habe ich u.a. gelernt, dass Fraser Island die größte Sandinsel der Welt ist.

Am nächsten Morgen bin ich früh zu einer Whale Watching Tour Richtung Fraser Island aufgebrochen. Leider war es zu früh in der Saison, um tatsächlich Wale zu sehen (ab Ende Juli garantieren die dortigen Tourenanbieter, dass man Buckelwale zu sehen bekommt), aber dafür haben mehrere Delfine minutenlang unser Boot begleitet und ich habe viele riesige Meeresschildkröten beim Luftholen beobachten können. Auch die Insel selbst ist mit ihrem weißen Sand und dem kristallklaren Wasser wunderschön und ich würde gerne wiederkommen und hier mehr Zeit verbringen. Einige Schulen in Queensland bieten zum Beispiel im Rahmen des Fachs „Marine Studies“ mehrtägige Ausflüge nach Fraser Island an (mit Campen am Strand).  Das sollte sich niemand entgehen lassen!

Meer

Nach der Bootstour habe ich das Fraser Coast Anglican College besucht. Eine Privatschule, mit der wir schon seit vielen Jahren zusammen arbeiten. Die Schule hat etwa 800 Schüler. Auf dem Campus sind auch die Grundschule und der Koala Kindy (Kindergarten) untergebracht. All das sorgt für eine sehr familiäre Atmosphäre, in der jeder neue Schüler schnell seinen Platz findet. Das Gelände der Schule ist 25 Hektar groß und erinnert an einen Park. An dem Tag meines Besuchs war ein „pupil free day“, es war der letzte Ferientag und nur die Lehrer waren da, um alles für die Ankunft der Schüler vorzubereiten. Statt der Schüler waren dutzende Kangaroos auf dem Schulgelände zu sehen. Eines sogar mit Joey (Baby)  im Beutel. Mehr Australien-Klischee kann man sich doch wirklich nicht wünschen (-:

Känguruh

Die Schule verfügt über ein gutes Musikprogramm (es gibt mehrere Bands und ein Orchester und gegen Gebühr können Schüler Instrumente ausleihen und Privatunterricht nehmen). Außerdem gibt es das Fach Marine Studies (ab dem Year 11) und ein Outdoor Education-Programm. Wer möchte, kann einen Tauchkurs belegen.

An der Schule wird Französisch unterrichtet und in der Regel ist es möglich, andere Fremdsprachen über eine Fernschule zu lernen.  Die Schule hat gute Hockey-, Rugby- und Fußball-Teams.

Das Fraser Coast Anglican College ist eine konfessionelle Schule. Jeder Schüler belegt hier das Fach RAVE (Religious and Values Education). Es wird mit dem nötigen Respekt behandelt, aber auch mit der typisch australischen Lebensfreude und Lockerheit unterrichtet. Konfessionelle Schulen in Australien darf man sich nicht als strenge Klosterschulen vorstellen. Oft sind sie besonders fortschrittlich und im Religionsunterricht werden unterschiedliche Lebenskonzepte betrachtet.

So, das war es erstmal wieder für heute. Im nächsten Teil erzähle ich euch von meinen Schulbesuchen an der Sunshine Coast.

Ihr seid neugierig geworden und möchtet euer eigenens Abenteuer in Australien, Kanada oder Neuseeland erleben? Dann kommt gerne bei uns vorbei und lasst euch von uns beraten. Mehr über Hausch & Partner erfahrt ihr unter www.hauschundpartner.de

Schulbesuche in Australien

Am 5. Juli bin ich mit einer kleinen Gruppe von 6 Schülerinnen (ja, wirklich nur Mädchen) über Singapur nach Brisbane geflogen. Es war meine erste Flugbegleitung nach Australien, aber die Mädels waren einfach super und alles lief problemlos. In Singapur hatten wir einige Stunden Aufenthalt und die meisten von uns haben die am Flughafen-Swimming Pool verbracht. Bei größeren Gruppen sehen wir vom Pool-Besuch lieber ab, da es sonst zu unübersichtlich wird, aber mit dieser kleinen Gruppe war das eine tolle Möglichkeit, sich etwas von dem ersten langen Flug zu erholen. Selbst wenn man nicht zum Pool geht – der Flughafen in Singapur bietet unendlich viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.

Nach dem letzten Flug (und ein paar Stunden Schlaf, unzähligen Filmen, Mahlzeiten und Snacks) sind wir am frühen Freitagmorgen in Brisbane angekommen. Auch hier lief mit der Einreise und der Zollkontrolle alles problemlos. Doch obwohl wir wussten, dass in unserem Gepäck nichts „Verbotenes“ war, waren wir ein bisschen nervös, als der „detector dog“ am Gepäck schnüffelte – und dann zum Glück weiterging!

Am Ausgang des Flughafens warteten auf drei von uns schon die Schul-Koordinatoren bzw. Gastfamilien. Natürlich waren wir nicht die einzigen internationalen Schüler, die angekommen sind. Mit uns im Flieger saßen etwa 70 italienische Gastschüler, die nach der erfolgreichen (!) Landung lautstark applaudiert haben. Und so war es gut, dass die Mädels ihre gelben T-Shirts getragen haben. Die Abholer haben uns gleich erkannt und das Australien-Abenteuer konnte für die ersten drei von uns beginnen. Die anderen drei Schülerinnen habe ich zum Weiterflug zum Domestic Terminal gebracht. Dort hieß es dann ebenfalls Abschied nehmen. Die drei hatten noch eine relativ lange Wartezeit, aber haben sich (laut WhatsApp-Update) tapfer geschlagen und sind dann gut in Cairns bzw. Rockhampton angekommen.

Für mich ging es weiter in die Innenstadt von Brisbane, wo ich noch bis zum Sonntag geblieben bin, bevor es für Schulbesuche weiterging nach Hervey Bay und an die Sunshine Coast.

Brisbane hat mich mit grauem Himmel und Nieselregen empfangen. Kalt war es trotzdem nicht; der dortige Winter hat viel Ähnlichkeit mit einem typischen Hamburger Sommer (-: Das Wetter wurde immer besser und gottseidank bin ich vom Jetlag einigermaßen verschont geblieben, so dass ich den Samstag nutzen konnte, um mir die Stadt anzuschauen. Sie hat mir wirklich gut gefallen! Besonders der Botanische Garten und der Stadtteil South Bank. Dieser ist eigentlich ein Naherholungsgebiet, das mitten in der Stadt, direkt am Fluss liegt. Dort gibt es Grünflachen, Platz für Veranstaltungen (an dem Samstag war dort gerade ein französisches Kulturfestival mit Chansons und vielen französischen Delikatessen) und künstlichem Strand. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, aber ich habe Brisbane als eine interessante Stadt mit spannenden kulturellen Angeboten erlebt.

Im nächsten Beitrag berichte ich über meine Fahrt nach Hervey Bay.

Ihr seid neugierig geworden und möchtet selber mal den australischen oder neuseeländischen Winter erleben? Dann kommt gerne bei uns vorbei und lasst euch von uns beraten. Mehr über Hausch & Partner erfahrt ihr unter www.hauschundpartner.de

Winter in Australien und Neuseeland

Oft werden wir gefragt „Wie ist denn der Winter in Neuseeland? In Australien?“ Wer noch nicht dort war, hat kaum eine Vorstellung davon, sondern weiß nur, dass dort Winter ist, wenn wir Sommer haben und dass der Winter dort „irgendwie anders“ sein muss.

Deswegen, und weil es jetzt gerade dort tiefster Winter ist, soll dieser Beitrag der kalten Jahreszeit Down Under gewidmet sein.

Allgemein muss man zunächst sagen, dass man keine allgemeine Aussage dazu machen kann, weil die Unterschiede einfach zu groß sind. Es kommt ganz darauf an, wo man sich befindet. Zur Verdeutlichung: Australien erstreckt sich auf der Südhalbkugel ungefähr vom 10. Breitengrad (Nord-Queensland) bis zum 45. Breitengrad (Tasmanien), Neuseeland vom 34. Breitengrad (Northland) bis zum 47. Breitengrad (Stewart Island).

Das heißt, der Norden Australiens hat tropisches Klima, Tasmanien gemäßigtes (also so ähnlich wie bei uns) – und dazwischen gibt es eine ganze Reihe von Klimavarianten, die natürlich auch von anderen Elementen wie Winden und Meeresströmungen beeinflusst werden.

Klimazonen_Australiens.svg

Während in Neuseeland der Norden subtropisch geprägt ist, ist der extreme Süden den Einflüssen der Antarktis ausgesetzt – und auch hier gibt es dazwischen viele verschiedene Klimazonen und kleine Zonen mit eigenem Mikroklima wie Waiheke Island.

Da wir unsere Leser aber nicht mit meteorologischen Betrachtungen langweilen wollen, haben wir unsere gerade kürzlich angereisten Schüler gebeten, vom Winter Down Under zu berichten – so wie sie ihn erleben:

NEUSEELAND

Whangarei (Northland)

Der neuseeländische Winter gleicht meiner Ansicht nach dem April-Wetter in Deutschland. Häufig regnet es, mal ist es bitterkalt und der Boden ist gefroren, mal scheint die Sonne und es wird ziemlich warm draußen. Besonders dann genieße ich das Wetter sehr, weil durch die dünnen Wände im Haus kühlt das Haus sehr schnell ab, und es wird sehr kalt, wenn man mal vergisst den Heater anzuschalten. In meinem Klassenzimmer gibt es erst gar keinen, deswegen sitzen die meisten mit dickem Pulli oder Jacken in den Stunden, gleichzeitig gibt es aber auch Leute, die in kurzen Hosen und T-shirt herumlaufen.

 Rotorua (Volcanic Belt, Nordinsel)

Womit ich ein paar Probleme hab ist das Wetter. Dadurch dass es hier keine Heizungen gibt ist es sehr kalt, auch in den Häusern und das bin ich von zuhause nicht gewöhnt. Auch machen die an meiner Schule im Winter barfuß draußen Sport und das ist doch recht kalt, aber man gewöhnt sich dran laut meiner Gastschwester. Teils sind auch die Schulräume etwas kühler und wir haben kurze Schuluniformen, aber daran hab ich mich halbwegs gewöhnt.

 Wanaka (Central Otago, Südinsel)

Der Winter hier ist ein Traum! Wenn ich morgens aufwache, aus dem Fenster schaue und den neuen Schnee auf den Bergen sehe, dann kann ich es kaum abwarten, wieder dort oben zu sein und zu snowboarden! 

 Whanganui (Westen der Nordinsel)

Den Winter hier habe ich klar unterschätzt. Wir haben im Haus zwar Heizungen, aber die sind immer nur für kurze Zeit an (zum Glück habe ich genügend warme Klamotten mitgenommen), und ich habe immer noch unter meinem Rock der School Uniform eine Skiunterhose an.

Wellington (Süden der Nordinsel)

Der Winter 🙂 naja also richtiger Winter, so mit Schnee, wie ich ihn von meiner Oma kenne, gibt es hier nicht. Trotzdem habe ich in der ersten Woche zwei Jacken übereinander gezogen, wenn ich zur Schule gegangen bin, da der Unterschied zum Sommer in den „Winter“ zu kommen, doch sehr prompt und rasant war. Aber gerade eben sitze ich in kurzer Hose und Top am Küchentisch, weil die Sonne warm durchs Fenster scheint. Der Wind ist jedoch immer ziemlich kalt hier – Antarktis-Wind halt.

 AUSTRALIEN

 Sydney

Auf dem Berg oben war der Winter schon fast mit dem Deutschen zu vergleichen, und auch wenn es in Sydney selber natürlich lange nicht so kalt ist wie in Deutschland, nehme ich es trotzdem als richtigen Winter wahr, da die Häuser alle keine richtige Heizung haben und man wenn man nach Hause kommt erstmal den Heizofen anschalten und in warmen Socken herumlaufen muss. Aber etwas verwirrend ist der Winter hier für mich trotzdem, weil es in der Sonne wirklich warm wird und wir mittags auch schon 27 Grad hatten.

 Sydney

Wie Sie bereits wissen, ist der Winter viel kälter als erwartet und das erste was ich am ersten Tag, als ich mit Jetlag angekommen bin, gemacht habe, war mir einen dicken Hoodie zu kaufen. Zum Glück ist es jetzt schon ein bisschen wärmer geworden und die Sonne scheint fast täglich, aber es geht leider meistens ein ziemlich kalter Wind. Ich verstehe wirklich nicht wie manche Aussies den Schulrock und die Bluse ohne Jumper anziehen können, ich würde erfrieren 🙂

 Capricorn Coast (Queensland)

Der Winter hier ist etwas anders! Es gibt einige Tage an denen ist es nicht sonderlich warm und trotzdem laufen in jedem Klassenraum die Klimaanlagen. Ich trage über der Schuluniform eine schwarze Strickjacke. Es ist ansonsten sehr angenehmes Wetter hier. Was etwas komisch ist, dass hier in meiner Gastfamilie viel Tee getrunken wird. Normalerweise trinke ich keinen Tee, wenn es warm ist. Aber hier ist nun mal Winter und man passt sich an😊

 Cairns (Nord-Queensland)

Da ich in Cairns bin, bekomme ich nicht so viel vom „Winter“ mit, d.h. wir haben immer ungefähr 27 Grad.

 Cairns

Der Winter in Cairns? Wahrscheinlich die beste Jahreszeit 🙂 Es sind angenehme 24-29 Grad warm und die meiste Zeit scheint die Sonne.

 Adelaide

Wegen dem Winter…es ist total unterschiedlich, mal fühlt man sich wie im Sommer, mal schüttet es und ist kalt! Im Großen und Ganzen fühlt man sich aber gar nicht wie im Winter, weil man trotzdem noch so vieles draußen machen kann und diese typische Winterstimmung von Deutschland einfach fehlt! 

Ihr seid neugierig geworden und möchtet selber mal den australischen oder neuseeländischen Winter erleben? Dann kommt gerne bei uns vorbei und lasst euch von uns beraten. Mehr über Hausch & Partner erfahrt ihr unter www.hauschundpartner.de

Hausch & Partner in Australien

Wer schon seit Januar mit liest, weiß dass dieser Blog mit einer Reise nach Neuseeland begonnen hat. Nun war es an der Zeit mal wieder unsere Schulen und Partner in Australien zu besuchen. Am 05. Juli sind nicht nur unsere Schüler nach Australien gestartet. Lena Ebbert hat den Flug begleitet und ist nun für ein paar Tage in Queensland.

Ich wurde schon einige Male gefragt, wie denn eigentlich eine solche Reise bei uns aussieht. Zunächst fangen wir schon Wochen vorher an zu planen. Schließlich ist die Zeit oft knapp und wir möchten ja möglichst viel für euch anschauen. Deshalb kontaktieren wir unsere Partner und erstellen im vorhinein einen genauen Plan, wann wir an welchem Ort sein werden und um wieviel Uhr wir welche Schule besichtigen möchten. Oftmals sind das mehrere an einem Tag. Wir gucken uns die Räumlichkeiten an, sprechen mit unseren Schülern, die gerade an der Schule sind und lassen uns von unseren Partnern auf den neuesten Stand bezüglich Kursen und sonstigen Angeboten bringen. Manchmal gibt es auch den einen oder anderen Kritikpunkt, den wir lieber persönlich anbringen als per E-Mail. Natürlich immer sehr diplomatisch, um keinen zu verärgern.

Auch wenn mehrere Schulbesuche an einem Tag sehr anstrengend sein können, bringen sie uns sehr viel Spaß. Für uns ist es wichtig, dass wir unseren Schülern Informationen aus erster Hand geben können und Gesichter zu den Namen sehen, die wir sonst nur aus der E-Mail-Signatur kennen. Diese Begegnungen sind etwas ganz Besonderes und schaffen eine größere Vertrautheit zwischen unseren Partnern und uns. So entstehen dann auch so fröhliche Selfies, wie von Lena Ebbert (Hausch & Partner), Helen Wormald und Helen Anderson (beide von der Caloundra State High School in Queensland). Für uns ist es ein beruhigendes Gefühl, euch in guten Händen zu wissen und eure Betreuer persönlich zu kennen. Deshalb haben wir auch keine Agentur dazwischen geschaltet, sondern korrespondieren direkt mit den Schulen.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, ob wir denn nur Schulen zu sehen bekommen, wenn wir dort sind. Nein, unsere Partner sind so toll, dass sie auch das eine oder andere Special für uns organisieren, damit wir auch einen Eindruck von der Umgebung bekommen, in der unsere Schüler leben werden. Das kann mal eine kleine Bootstour, eine Wanderung oder ein Ausritt sein. Außerdem bekommen wir immer jede Menge zu essen. Bei jedem Treffen stehen Sandwiches oder Kuchen bereit. Unsere Reisen sind also nicht nur anstrengend, sondern auch sehr kalorienreich. 😉 Vor allem sind sie aber interessant und zeigen uns immer wieder, dass die Australier, Kanadier oder Neuseeländer uns, trotz der weiten Entfernung, sehr nahe stehen.

 

Student Story – Unsere Stipendiatin Melina schreibt über ihre Erfahrungen als International Leader

Melina ist zur Zeit mit uns an der Kaiapoi High School auf der Südinsel Neuseelands. Für ihren Aufenthalt hat sie von der Schule und von uns ein Stipendium  bekommen und zeigt der Schule ihre Dankbarkeit, indem sie sich ganz besonders stark engagiert. Aufgrund ihres Engagements ist Melina zum „International Leader“ gewählt worden. Hier berichtet Melina nun selber:

Mir wurde es ermöglicht, die International Leaderin an der Kaiapoi High School, meiner Schule für 9 Monate hier in Christchurch, Neuseeland, zu sein. Dadurch gehöre ich dem School Council an, der aus 24 Schülern aus den verschiedenen Stufen von Jahrgang 9 bis Jahrgang 13 besteht, die insgesamt 850 Schüler der ganzen Schule vertreten.

Durch diese neue Aufgabe habe ich die Möglichkeit, neue Schüler kennenzulernen, mich mehr im Schulleben zu integrieren und bei Entscheidungen über verschiedene Projekte, die an der Schule durchgeführt werden sollen, mitzuwirken. Es werden aber nicht nur schulinterne Aktionen beschlossen und unterstützt, sondern auch Aktionen die Christchurch oder auch ganz Neuseeland betreffen. Unser letztes Projekt war eine Spendenaktion für die Feuerwehr hier in Christchurch, die geholfen hat das Feuer von den Port Hills zu löschen.

Ich freue mich über diese neue Aufgabe, die mir die Chance gibt noch mehr Erfahrungen mitzuerleben, vor allem auch im Schulleben hier.

Liebe Grüße

Melina

Broschüre Kaiapoi High School

Specialist Programm Golf

Specialist Programme Hospitality

Specialist Programm Outdoor Education

Queen’s Birthday

Nicht nur wir haben ein langes Wochenende vor uns – auch die Kiwis können sich über drei Tage Ausschlafen und Entspannung freuen. In Neuseeland wird nämlich  jährlich am ersten Montag im Juni der „Queen’s Birthday“ gefeiert, obwohl ihr eigentlicher Geburtstag natürlich jedes Jahr am gleichen Datum und zwar am 21. April ist.

Einige, die noch nicht so viel über Neuseeland wissen, fragen sich nun vielleicht, was Neuseeland mit der Queen zu tun hat. Neuseeland gehört seit 1931 zur „Commonwealth of Nations“, einer Vereinigung von 52 unabhängigen Staaten, die ehemals zum Britischen Reich gehörten. 16 dieser Mitgliedsstatten, die „Commonwealth Realms“, sind mit der britischen Krone verbunden. Damit ist Queen Elizabeth II seit 1952 auch Königin von Neuseeland und spielt für die Kiwis eine besondere Rolle.

Aber warum wird nun im Juni gefeiert und nicht am 21. April? Diese Tradition des „Nachfeierns“ geht auf König George II zurück, der im November Geburtstag hatte. Eine königliche Geburtstagsparade im nasskalten britisch Winter erschien im wenig feierlich. Also beschloss König George kurzerhand die Feierlichkeiten mit der jährliche im Frühjahr stattfindenden Militärparade „Trooping the Colour“ zusammenzulegen. Bis heute hat jeder König bzw. Königin die Möglichkeit, neben seinem eigentlichen Geburtstag, noch einen „offiziellen“ Geburtstag festzulegen. Und da auch der April in England relativ unbeständig ist, hat die Queen von diesem Recht Gebrauch gemacht.

Viele Kiwis freuen sich übrigens auch besonders auf den „Queens Birthday“, weil der Tag gleichzeitig den offiziellen Beginn der Ski-Saison markiert!