Eltern-Mail: Ein unvergessliches Wiedersehen in Neuseeland

Am letzten Oktoberwochenende sind wir von unserer fünf-wöchigen Reise durch Neuseeland zurückgekehrt und haben schweren Herzens seitens unserer Tochter Melina sie mitbringen können. Es erfüllt uns mit Freude, wie Nicky Ewins (International Director, Kaiapoi High School) über Melina schreibt. Wir lernten sie in Kaiapoi kennen. Eine charmante Frau, die uns einen offenen Einblick in ihre Schule gewährte, von dem ich erzählen möchte.

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Es war Dienstag, der 26. September. Die Gastmutter von Melina gab uns ihren Wagenschlüssel und wir fuhren mit Melina zur Kaiapoi High School. War toll, gleich am 2. Tag nach unserer Ankunft ohne Erfahrung mit dem Linksverkehr, uns das Auto anzuvertrauen. Melina hatte uns in der Schule Tage vorher angekündigt und wir wurden herzlich von Nicky empfangen. Melina war für die Dauer unseres Besuchs vom Unterricht befreit worden und durfte uns Eltern durch die Schule führen. , was offensichtlich nicht so häufig vorkommt. Es wurde ausdrücklich von Nicky und Bruce Kearney (Schulleiter) unterstützt. Wir lernten Melinas Lehrer und Lehrerinnen kennen, indem uns Melina in die einzelnen Klassenräume während des Unterrichts führte. Sie stellte uns ihren Lehrern vor, ein wenig Smalltalk und Bekanntmachen bei ihren Schulkameraden, die ebenso neugierig auf uns waren und sich über uns freuten, dass wir in die Schule kamen. Umwerfend empfanden wir diese Lockerheit, Freundlichkeit und Offenheit. Wir fragten uns, ob das auch in Deutschland möglich wäre?

Von allen Lehrern erhielten wir ein überaus positives Feedback über unsere Tochter, die sich hervorragend integrierte und sich als fast echter Kiwi etabliert hatte. Die Englischlehrerin berichtet, dass Melina ihr „rock in the sea“ war. Wenn sie mal dringend aus dem Unterricht weg musste, wusste Melina die Klasse zu führen. Wir waren überwältigt. Nicky lud uns noch zum Schluss in ein Café ein und erzählte, dass sie sich die internationalen Schüler genau anschauen und wenn sie merken, dass die Einstellung und der Charakter stimmen, werden sie für den School Council vorgeschlagen. Melina wurde ja auch angesprochen und vertrat als „International Leader“ die internationalen Schüler im Schulsprechergremium.

Wieder zurück, durften wir einer Haka-Zeremonie der Kaiapoi Schüler zuschauen, die immer zum Ende eines Terms stattfindet. Mehrere Schüler fanden sich morgens früh am Strand zu sportlicher Betätigung ein. Anschließend zogen sie am langen Strick zwei Feuerwehrlastwagen durch den Ort bis aufs Schulgelände und führten den Haka-Tanz auf, ein uralter traditioneller Kriegstanz der Maoris. Zum Abschluss verabschiedeten sie sich gegenseitig mit dem Hongi-Gruß, ein großartiges Erlebnis!

Als dann nach einer Woche Aufenthalt bei der Gastfamilie der Start zur Rundreise anstand, kamen viele von Melinas Kiwi Freundinnen und Freunde, die, mit Tränen in den Augen, sie eng drückten und verabschiedeten. Sie hatten Melina tief in ihre Herzen geschlossen, die nun um den Verlust einer guten Freundin bluteten. Uns bewegte dieser Abschied sehr, der sich dann naturgemäß in die Länge zog.  Wie uns Melina später mitteilte, wird sich diese Klasse zum Jahresende auflösen, da es das letzte Level ist und sie damit ihre High School abgeschlossen haben, um weiterführende Berufsqualifikationen zu beginnen. Auch Melina hatte es schwer Abschied zu nehmen. Sie fand in Kaiapoi und Pegasus ein angenehmes Gast-Zuhause und ein freundschaftliches Umfeld, das seines Gleichen sucht.

Auf der sich anschließenden Rundreise über die Süd- und Nordinsel erlebten wir viel Interessantes und eine überwältigende Natur. Es würde jetzt den Rahmen der Mail sprengen, um über alles Erlebte zu berichten. Zwischendurch spielte Melina immer mal mit dem Gedanken, dass wir nach Christchurch zurückkehren könnten. Spätestens beim Übersetzen auf die Nordinsel wurde es ihr bewußt, dass ihr Aufenthalt in Neuseeland auch ein Ende hat.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen und der überaus guten Betreuung bedanken, die nicht nur für unsere Tochter durch ihren neunmonatigen Schulaufenthalt eine Bereicherung war, sondern auch uns ermöglichte, ungeahnte Eindrücke von Downunder – auch die Kiwis bezeichnen ihr Land so –  zu erleben, die wir vorher nicht erahnt hatten. Für uns steht fest, Neuseeland ein zweites Mal zu bereisen.

Student Story – Leandra schreibt über das Leben im Internat

 „Good morning!“ „Time to get up, honey!“ So oder so ähnlich hört es sich an, wenn man um Punkt 7 Uhr morgens im zum Whanganui Girls´ College gehörigen Hostel/Internat geweckt wird. Ich werde euch jetzt von meinem alltäglichen Leben in diesem Internat berichten, in dem ich nun seit knapp 2 Monaten sehr zufrieden meine Zeit in Neuseeland verbringe. Nach dem Wecken hat man bis 7:30 Uhr Zeit sich für die Schule anzuziehen, was bedeutet die Schuluniform ( ich verrate jetzt ein großes Geheimnis; ich bleibe immer bis 7:20Uhr einfach im Bett liegen(: ). Frühstück gibt es dann von 7:30Uhr bis 8:00Uhr, wobei tatsächlich Toast belegt mit Nudeln mit Tomatensauce ein sehr beliebtes Gericht ist, wie ich am Infotag in Hamburg zum Glück schon aufgeklärt wurde. Aber keine Sorge, es gibt auch ganz „normale“ Möglichkeiten zu frühstücken, wie Cornflakes mit Milch oder Joghurt. Anschließend hat man ca. 20 Minuten Zeit sich die Zähne zu putzen, ein Pausenbrot zu machen und/oder einfach zu relaxen, bis um ca. 8:20 Uhr eine Glocke alle Schülerinnen in den Ess-/Gemeinschaftsraum ruft. Dort findet ein meiner Meinung nach sehr nettes Ritual statt: Barry, einer der Betreuer, wünscht allen Schülerinnen mit ein paar Worten einen schönen Tag in der Schule, die dann um 8:40 Uhr startet.

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Das Ad Astra Hostel des Whanganui Girls‘ College

Nach der Schule meldet man sich bei den Betreuern zurück und hat die Möglichkeit sich etwas zu essen zu machen, danach hat man Freizeit. Um 17:15 Uhr gibt es dann die warme Mahlzeit des Tages. Weitere Programmpunkte des Tages sind nur noch Hausaufgabenzeit (jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonntag) / verpflichtendes Spaßprogramm (Gesellschaftsspiele oder Filmeabende) und die Schlafenszeit, die in den Abenden vor einem Schultag 22 Uhr und sonst 23 Uhr ist (niemand ist wütend, wenn man noch liest oder sich anderweitig leise in seinem Zimmer beschäftigt).

Wie man sehen kann ist das Leben in einem Internat ziemlich strukturiert, hat man aber außerschulische Aktivitäten, wie in meinem Fall Tennistraining und Orchester, so ist das kein Problem und man wird nicht nur von den auf dem Plan stehenden Aktivitäten freigestellt, sondern sogar dorthin gefahren, falls das nötig oder hilfreich ist.

Darüber hinaus kann ich allen Leuten, die an einem Auslandsaufenthalt interessiert sind und nicht wissen ob sie mit einer Gastfamilie oder in einem Internat leben wollen, nur von einem riesigen Vorteil des Internatslebens und einem Nachteil erzählen. Schlechte Nachricht immer vor der guten, also los(: : Damit hier nicht ein riesiges Chaos herrscht gibt es leider ziemlich viele Regeln, die man wohl oder übel einhalten muss, es sei denn man will harte Strafen aussitzen. Diese Regeln sind hauptsächlich dass, wenn man sich mit Freunden verabreden will, man immer um Punkt 17 Uhr zurück sein muss, was es ziemlich erschwert sich mit den normalen Tagesschülern, die es hier an der Schule auch gibt, zu treffen. Außerdem muss ich, als eine Schülerin des „Year 11“ jeden Abend vor einem Schultag um kurz vor 22 Uhr mein Handy abgeben und bekomme dieses erst am nächsten Morgen um 8 wieder zurück. Bricht man Regeln so kann man wie gesagt wirklich hart bestraft werden ( ich musste mein Handy mal eine Woche abgeben ohne es wiederzubekommen, weil ich während der Hausaufgabenzeit Snapchat benutzt habe upsss(:  ) Besonders hart trifft mich auch, dass das WLAN am Wochenende um ca.24 Uhr abgeschaltet wird, sodass ich bedauerlicherweise wegen der Zeitverschiebung nicht Bundesliga gucken kann, aber ich denke mal, dass es sich hier um ein eher seltenes und persönliches Problem handelt (: . So, und nun kommen wir endlich zum GUTEN Teil, darauf habe ich schon die ganze Zeit gewartet ; das Tolle an einem Internat ist, dass man seine gesamte Zeit mit Gleichaltrigen verbringt und wenn man diese Gleichaltrigen zufälligerweise mag (und Neuseeländer sind WIRKLICH freundliche, coole Leute) dann kann das ganzes Leben zu einer Art endloser Klassenfahrt werden, nur noch besser, nämlich in dem Sinne, dass man auch mal ruhige Stunden hat (schließlich ist es Alltag). Wenn man Glück hat, dann findet man nach einer gewissen Zeit wirklich gute Freunde in dem Internat und hat gar kein großes Problem mehr damit, dass man nicht so lange ausgehen darf, weil man seine Freunde sowieso immer um sich hat. Darüber hinaus sind die Betreuer sehr nette Leute, die immer Zeit für dich haben falls du das wünscht. Selbst wenn man nicht seine aller allerbesten Freunde findest (das kann in einer so kurzen Zeit nicht unbedingt wahrscheinlich sein, denke ich mal, zumindest ist es bei mir nicht so), so kann man trotzdem eine Menge Spaß haben und falls man mal Heimweh hat, so gibt es immer jemanden der sich dafür interessiert und hilft; versucht, die Familie, soweit das überhaupt möglich ist, zu ersetzen.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich sehr glücklich bin hier zu sein, nichtsdestotrotz aber plane meinen 2. Term hier in Neuseeland in einer Gastfamilie zu verbringen, um beides einmal ausprobiert zu haben und die Tagesschüler in der Schule auch einmal näher kennenzulernen. Insgesamt kann ich aber auf jeden Fall versprechen, dass Neuseeland ein wirklich tolles Land ist (: !

Hausch & Partner in Australien

Wer schon seit Januar mit liest, weiß dass dieser Blog mit einer Reise nach Neuseeland begonnen hat. Nun war es an der Zeit mal wieder unsere Schulen und Partner in Australien zu besuchen. Am 05. Juli sind nicht nur unsere Schüler nach Australien gestartet. Lena Ebbert hat den Flug begleitet und ist nun für ein paar Tage in Queensland.

Ich wurde schon einige Male gefragt, wie denn eigentlich eine solche Reise bei uns aussieht. Zunächst fangen wir schon Wochen vorher an zu planen. Schließlich ist die Zeit oft knapp und wir möchten ja möglichst viel für euch anschauen. Deshalb kontaktieren wir unsere Partner und erstellen im vorhinein einen genauen Plan, wann wir an welchem Ort sein werden und um wieviel Uhr wir welche Schule besichtigen möchten. Oftmals sind das mehrere an einem Tag. Wir gucken uns die Räumlichkeiten an, sprechen mit unseren Schülern, die gerade an der Schule sind und lassen uns von unseren Partnern auf den neuesten Stand bezüglich Kursen und sonstigen Angeboten bringen. Manchmal gibt es auch den einen oder anderen Kritikpunkt, den wir lieber persönlich anbringen als per E-Mail. Natürlich immer sehr diplomatisch, um keinen zu verärgern.

Auch wenn mehrere Schulbesuche an einem Tag sehr anstrengend sein können, bringen sie uns sehr viel Spaß. Für uns ist es wichtig, dass wir unseren Schülern Informationen aus erster Hand geben können und Gesichter zu den Namen sehen, die wir sonst nur aus der E-Mail-Signatur kennen. Diese Begegnungen sind etwas ganz Besonderes und schaffen eine größere Vertrautheit zwischen unseren Partnern und uns. So entstehen dann auch so fröhliche Selfies, wie von Lena Ebbert (Hausch & Partner), Helen Wormald und Helen Anderson (beide von der Caloundra State High School in Queensland). Für uns ist es ein beruhigendes Gefühl, euch in guten Händen zu wissen und eure Betreuer persönlich zu kennen. Deshalb haben wir auch keine Agentur dazwischen geschaltet, sondern korrespondieren direkt mit den Schulen.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, ob wir denn nur Schulen zu sehen bekommen, wenn wir dort sind. Nein, unsere Partner sind so toll, dass sie auch das eine oder andere Special für uns organisieren, damit wir auch einen Eindruck von der Umgebung bekommen, in der unsere Schüler leben werden. Das kann mal eine kleine Bootstour, eine Wanderung oder ein Ausritt sein. Außerdem bekommen wir immer jede Menge zu essen. Bei jedem Treffen stehen Sandwiches oder Kuchen bereit. Unsere Reisen sind also nicht nur anstrengend, sondern auch sehr kalorienreich. 😉 Vor allem sind sie aber interessant und zeigen uns immer wieder, dass die Australier, Kanadier oder Neuseeländer uns, trotz der weiten Entfernung, sehr nahe stehen.

 

Student Story – Unsere Stipendiatin Melina schreibt über ihre Erfahrungen als International Leader

Melina ist zur Zeit mit uns an der Kaiapoi High School auf der Südinsel Neuseelands. Für ihren Aufenthalt hat sie von der Schule und von uns ein Stipendium  bekommen und zeigt der Schule ihre Dankbarkeit, indem sie sich ganz besonders stark engagiert. Aufgrund ihres Engagements ist Melina zum „International Leader“ gewählt worden. Hier berichtet Melina nun selber:

Mir wurde es ermöglicht, die International Leaderin an der Kaiapoi High School, meiner Schule für 9 Monate hier in Christchurch, Neuseeland, zu sein. Dadurch gehöre ich dem School Council an, der aus 24 Schülern aus den verschiedenen Stufen von Jahrgang 9 bis Jahrgang 13 besteht, die insgesamt 850 Schüler der ganzen Schule vertreten.

Durch diese neue Aufgabe habe ich die Möglichkeit, neue Schüler kennenzulernen, mich mehr im Schulleben zu integrieren und bei Entscheidungen über verschiedene Projekte, die an der Schule durchgeführt werden sollen, mitzuwirken. Es werden aber nicht nur schulinterne Aktionen beschlossen und unterstützt, sondern auch Aktionen die Christchurch oder auch ganz Neuseeland betreffen. Unser letztes Projekt war eine Spendenaktion für die Feuerwehr hier in Christchurch, die geholfen hat das Feuer von den Port Hills zu löschen.

Ich freue mich über diese neue Aufgabe, die mir die Chance gibt noch mehr Erfahrungen mitzuerleben, vor allem auch im Schulleben hier.

Liebe Grüße

Melina

Broschüre Kaiapoi High School

Specialist Programm Golf

Specialist Programme Hospitality

Specialist Programm Outdoor Education

Queen’s Birthday

Nicht nur wir haben ein langes Wochenende vor uns – auch die Kiwis können sich über drei Tage Ausschlafen und Entspannung freuen. In Neuseeland wird nämlich  jährlich am ersten Montag im Juni der „Queen’s Birthday“ gefeiert, obwohl ihr eigentlicher Geburtstag natürlich jedes Jahr am gleichen Datum und zwar am 21. April ist.

Einige, die noch nicht so viel über Neuseeland wissen, fragen sich nun vielleicht, was Neuseeland mit der Queen zu tun hat. Neuseeland gehört seit 1931 zur „Commonwealth of Nations“, einer Vereinigung von 52 unabhängigen Staaten, die ehemals zum Britischen Reich gehörten. 16 dieser Mitgliedsstatten, die „Commonwealth Realms“, sind mit der britischen Krone verbunden. Damit ist Queen Elizabeth II seit 1952 auch Königin von Neuseeland und spielt für die Kiwis eine besondere Rolle.

Aber warum wird nun im Juni gefeiert und nicht am 21. April? Diese Tradition des „Nachfeierns“ geht auf König George II zurück, der im November Geburtstag hatte. Eine königliche Geburtstagsparade im nasskalten britisch Winter erschien im wenig feierlich. Also beschloss König George kurzerhand die Feierlichkeiten mit der jährliche im Frühjahr stattfindenden Militärparade „Trooping the Colour“ zusammenzulegen. Bis heute hat jeder König bzw. Königin die Möglichkeit, neben seinem eigentlichen Geburtstag, noch einen „offiziellen“ Geburtstag festzulegen. Und da auch der April in England relativ unbeständig ist, hat die Queen von diesem Recht Gebrauch gemacht.

Viele Kiwis freuen sich übrigens auch besonders auf den „Queens Birthday“, weil der Tag gleichzeitig den offiziellen Beginn der Ski-Saison markiert!

 

 

 

Student Story – Sophie berichtet von ihrem Kurztrip nach Punakaiki inkl. Buschwanderung und Goldwaschen

Hallo, mein Name ist Sophie und ich darf in diesem kleinen Eintrag über mein Wochenende berichten, welches ich zusammen mit anderen an einem ziemlich schönen Ort verbingen durfte.

Am Freitag, dem 3. März, bin ich zusammen mit 21 anderen Internationals von unserer Schule (Avonside Girls‘ High School, Anm. Hausch & Partner) nach Punakaiki, einem kleinen Ort an der Westküste Neuseelands, aufgebrochen. Auf unserer 6-stündigen Fahrt, haben wir Pausen in Springfield, Castle Hill and Arthurs Pass gemacht.

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Castle Hill

Richtig umgesehen haben wir uns allerdings nur in Castle Hill, da wir an Arthurs Pass viel zu müde waren und in Springfield neben der einzigen Attraktion, einem riesen Donut, geparkt haben und der Rest eher langweilig war.

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Donut in Springfield

Als wir am Abend dann im Punakaiki ankamen, haben wir erst unsere Zimmer bezogen. Die Zimmerverteilung hatten wir morgens in der Schule besprochen. Danach waren wir im Gemeinschaftsraum und einige der Internationals haben gekocht, während die anderen Spiele gespielt haben. Nach dem Dinner sollten wir dann in kleinen Gruppen ein Hochzeitskleid aus Klopapier basteln, was ziemlich viel Spaß gemacht und unseren Teamgeist gefördert hat.

Am nächsten Tag mussten wir bereits um 6:30 wieder aufstehen, da für den Tag eine Menge geplant war. Angefangen haben wir mit der Fahrt nach Shantytown, wo wir uns dann angezogen haben, wie die Menschen zu Goldrauschzeiten.

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Goldwaschen in Shantytown

Wir durften uns einige Zeit lang in der Stadt umsehen und Fotos machen und sind dann mit einer alten Bahn ein bisschen durch den neuseeländischen Busch bis zu einer kleinen Lichtung, auf der wir einige Weka, dass sind Vögel, die nicht fliegen können und nur in Neuseeland zu finden sind, gesehen haben. Eine Mitarbeiterin von Shantytown hat uns Brot gegeben und wir durften die Weka füttern. Wenn man sich getraut hat, konnte man ihnen sogar die offene Hand mit dem Brot hinhalten und sie haben aus der Hand gefressen. Danach sind wir zurück nach Shantytown gefahren und waren noch Goldwaschen, bevor wir dann zurück nach Punakaiki gefahren sind. Gegen 12 waren wir dann an einem Fluss in der Nähe von unserer Jugendherberge angehalten und haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ist zu erst Kanufahren gegangen, die andere war zum Wandern. Nach ungefähr 1 ½ Stunden haben wir uns dann abgewechselt. Das ganze war ziemlich schön, da der Fluss sowie der Wanderweg durch den Neuseeländischen Busch geführt hat und man einige ziemlich hübsche Sachen sehen konnte.

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Danach sollten wir eigentlich zurück in die Jugendherberge, aber da es noch ziemlich früh war, haben wir uns dann entschieden zu den Pancake Rocks und den Blowholes zu fahren. Nach dem wir Kakao trinken waren, in dem kleinen Cafe neben dem Park, sind wir dann auch los gegangen. Die Blowholes haben leider nicht wirklich funktioniert, was an Ebbe und zu wenig Wind lag, aber da schon die Natur dort unglaublich schön ist, war das gar nicht mal schlimm. Am Abend hat dann eine andere unserer deutschen Austauschschülerinnen zusammen mit mir das Spiel Werwolf angeleitet, was wir dann auch den restlichen Abend gespielt haben.

Am nächsten Tag sind wir dann um 8 wieder aufgestanden und haben unser Gepäck zurück in den Bus gebracht. Wir sind dann nach einer kurzen Fahrt zu einer kurzer Wanderung durch den Busch zu einer Halbinsel und einem ziemlich hübschen Strand aufgebrochen, an dem wir dann ungefähr 2 Stunden waren.

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Danach haben wir uns auf den Rückweg nach Christchurch gemacht, wo wir noch einmal eine Pause an Arthur´s Pass gemacht haben, in welcher ich zusammen mit der Homestay Koordinatorin, einer Assistentin und einer anderen Austauschschülerin zu einem Wasserfall gegangen bin.

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Gegen 6 sind wir dann alle Müde von dem Wochenende zurück gekommen. Insgesamt hat das Wochenende echt Spaß gemacht und habe ein bisschen was neues ausprobiert und einige ziemlich schöne Teile von Neuseeland gesehen.

Anzac Day

Diese Woche wurde am 25. April in Australien und Neuseeland der Anzac Day gefeiert. Der Anzac Day ist für beide Länder einer der bedeutensten Feiertage. Aber was genau passierte am Anzac Day und wofür steht überhaupt „Anzac“? Hinter der Abkürzung verbirgt sich das „Australian and New Zealand Army Corps“, welches zu Anfang des ersten Weltkriegs gegründet wurde. Ihren ersten Einsatz haben die Anzacs an jenem denkwürdigen 25. April 1915, an welchem tausende junge Männer die Halbinsel von Gallipoli in der heutigen Türkei stürmten und dabei zum großen Teil ihr Leben lassen.

Doch wie kam es überhaupt dazu? Anfang November 1915 tritt das Osmanische Reich in den Krieg ein, um auf der Seite Deutschlands, Österreich-Ungarns und Bulgariens zu kämpfen. Dies verändert das Kräfteverhältnis im Mittleren Osten maßgeblich und stellt eine große Bedrohung für die Briten dar, für die der Suez-Kanal die wichtigste Verbindung zwischen Europa und Asien ist. Nach einer Trainingseinheit in Ägypten, beschließen die Briten, in die Gallipoli Halbinsel einzufallen, um von dort die Dardanellen Meerenge zu überwinden, die Hauptstadt Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen und schlussendlich das Osmanische Reich zu besiegen. Am 25. April landet die Mediterranean Expeditionary Force (MEF), ein Kampfverband aus Briten, Australien, Neuseeländern, Iren, Franzosen, Indern und Neufundländern, an der südlichen Spitze der Gallipoli Halbinsel. Die Anzacs greifen 20 km weiter nördlich an. Aufgrund eines Navigationsfehlers landen die Truppen jedoch 2 km von der geplanten Stelle entfernt. Anstelle einer flachen Küstenlinie finden sie sich an einer schmalen Bucht umgeben von steilen Felsen wieder. Die Bucht sollte als „Anzac Cove“ in die Geschichte eingehen. Oberhalb der Bucht warten bereits die starken osmanischen Soldaten. Ein aussichtsloser Kampf für beide Seiten beginnt. Hitze, Fliegen, unzureichende Verpflegung und Krankheiten machen den Soldaten zu schaffen. Die Kämpfe dauern noch bis zum 22. November an, dann entschließen sich die Briten zum Rückzug. Nicht zurückgekehrt sind 44.000 Soldaten, darunter mehr als 8.700 Australier und 2779 Neuseeländer. Das Osmanische Reich verliert 87.000 junge Männer.

Heute wird noch immer vom „Spirit of Anzac“, dem Geiste Anzacs gesprochen. Viele bezeichnen den „Anzac Day“ auch als Geburtstunde für die neuseeländsische Identität als eigenständige Nation. Jedes Jahr am 25. April finden verschiende Gedenkveranstaltungen und Feierlichkeiten statt. Sowohl in Australien und Neuseeland, als auch in der Türkei. In 2011 hat Hausch & Partner einen Austausch zwischen Australischen, Neuseeländischen und Türkischen Schülern ins Leben gerufen, der zwar nicht mehr von uns betreut wird,  aber weiterhin fortbesteht und zur Völkerverständigung beiträgt.

Die rote Mohnblume, die man in Neuseeland und Australien im Zusammenhang mit dem Anzac Day sieht, steht übrigens als Andenken für die gefallenen Soldaten.

Wer mehr über den Anzac-Day lesen möchte, wird hier fündig:

New Zealand History – Anzac Day

New Zealand History – Gallipoli Campaign

NZOnScree – Video „Children of Gallipoli“

Hausch & Partner – Tears of Gallipoli




Student Story – Jana schreibt über ihren Staffelsieg bei den kanadischen Leichtathelik-Meisterschaften

Hey, ich bin Jana (ganz vorne rechts) und ich mache Leichtathletik als Leistungssport in Deutschland. Deswegen wollte ich in Kanada auf keinen Fall darauf verzichten müssen. So habe ich mich ziemlich schnell einem Leichtathletik Verein in Moncton angeschlossen. Und ich muss sagen, es war eine der besten Entscheidungen, die ich hier treffen konnte. Die Gruppe ist einfach amazing, I love all the people there. Und ich bin dankbar, dass ich ein Teil davon werden durfte.

Ich kann, aus eigener Erfahrung und Berichten anderer, nur empfehlen, sich einen Sport im Ausland zu suchen. Ganz egal, ob du dich einem der zahlreichen Sportteams in der Schule anschließt oder einen Verein außerhalb der Schule suchst. Ob du ganz neu in dem Sport bist und es einfach mal ausprobieren willst oder ob du „ein Profi“ bist. Es ist eine tolle Möglichkeit, nette Leute kennenzulernen. Und für mich war es sogar mehr als das, es hat mich aufgebaut, wenn es woanders mal nicht so gut lief.

Aber nun zum eigentlichen Thema, den kanadischen Meisterschaften, die am 16. Und 17 Februar in Montréal ausgetragen wurden. Es war ein großartiges Event, soviel kann ich schon mal sagen. Nach einer 12-stündigen Fahrt kamen wir dort an. Wir waren in einem Hotel untergebracht, nahe des Stadions, wo in den folgenden Tagen die National Championships stattfinden sollten. Es war toll für mich an den Kanadischen Meisterschaften teilnehmen zu können. Ich glaube, dass nicht viele deutsche Mädchen die Erfahrung machen dürfen. Und gleichzeitig noch für einen wunderbaren Verein wie den A.S.E.A starten zu dürfen. Die Atmosphäre in der Halle war toll, sogar Interviews wurden mit den Gewinnern geführt und meine Eltern konnten per Live-Übertragung meinen Lauf sehen. Das habe ich bei Jugendveranstaltungen in Deutschland noch nicht erlebt. Auch wenn die Einzeldisziplinen für mich nicht so gut liefen wie erwartet, durfte ich dennoch eine Gold-Medaille in der Staffel mit nach Hause nehmen. Eine bessere Erinnerung kann man nicht haben. Aber auch neben den Wettkämpfen war es ein tolles Wochenende. Abends haben wir noch zusammen was unternommen und das Zusammensein genossen. Wenn ich auch wenig von Montreal gesehen habe, das Wochenende war toll. Und ich bin froh, dass ich dabei sein durfte.

Ich bin mir sicher, dass ich die Truppe vermissen werde. Da macht es mich sehr glücklich von meinem Trainer zu hören: „Einmal ein A.S.E.A., immer ein A.S.E.A.!

News – New Brunswick captures 14 medals at Indoor Track Nationals

Roboter bauen mit dem siegreichen Team der North Peace Secondary School

Immer wieder hören wir von unseren Schülern, dass sie an ihren Deutschen Schulen das praktische Arbeiten vermissen. Sie lernen Formeln in Physik und Mathe auswendig und können komplizierte Aufgaben auf dem Papier lösen. Bei vielen bleibt jedoch ein großes Fragezeichen, was ihnen dieses Wissen nützt und wie sie es in der Praxis anwenden können. Häufig bleibt dadurch auch die Begeisterung für diese Fächer auf der Strecke.

Im Vergleich Australien, Kanada und Neuseeland hinkt Deutschland hinterher, wenn es um das Erlernen praktischer technischer oder handwerklicher Fähigkeiten in den Schulen geht. Die Werkstätten der kanadischen, australischen oder neuseeländischen sind mit modernsten Geräten ausgestattet und werden von Fachkräften geführt.

In Kanada unterstützt seit 1994 die non-profit Organistaion Skills Canada British Columbia (SkillsBC) Schulen, Ausbildungsstätten, Unternehmen und den Staat dabei, Jugendliche für eine Karriere im handwerklichen oder technologischen Umfeld zu gewinnen.

Regelmäßig finden Wettbewerbe statt, bei denen die Schüler ihre Projekte vorstellen können. Brian Campbell, District Principal of Careers and International Education vom Peace River North School District, ist stolz auf die vier Schüler der North Peace Secondary School, die gestern die Silbermedaille im Fach Robotics gewonnen haben.

Andere Bereiche in denen die Schüler gegeneinander antraten, waren unter anderem 2D Computer Animation, Aerospace Technology, Automotive Service und Culinary Arts. Unter den anderen Gewinnern sind viele Schüler aus Distrikten, mit denen Hausch & Partner ebenfalls zusammenarbeitet. Wer also mehr zu diesen spannenden Themen erfahren und sich über die Möglichkeiten an den unterschiedlichen Schulen informieren möchte, kann sich bei uns persönlich beraten lassen.

Über den Wettbewerb:

Alaska Highway News: Peace Region students among the best at provincial skills competition

Über den Peace River North School District:

SD 60 Brochure

 

Mit einem Sport-Stipendium zu den Kiwis

Baggern, pritschen, aufschlagen, schlenzen, Punkte, Tore, Körbe oder Freiwürfe – in Neuseelands Schulen werden Sporttalente gefördert. Mit 13 Stipendiaten aus Deutschland und Österreich wollen sie nächstes Jahr ihre Teams verstärken und in den Ranglisten ganz oben agieren.

In Auckland und Palmerston North (Auckland Grammar School und Awatapu College) können  Hockeytalente den Stick zum Einsatz bringen. Auch die King´s High School sucht Verstärkung. Die taktischen Raffinessen der ältesten Sportart, in der Frauen zugelassen wurden, könnt ihr ebenfalls in New Plymouth (New Plymouth Boys‘ High School) und am Villa Maria College in Christchurch erlernen. Einen starken Feldspieler sucht die Whangarei Boys‘ High School.

An der Burnside High School in Christchurch wird nicht nur meisterlich musiziert, sondern die Sportteams spielen in obersten Ligen mit. Damit das auch so bleibt, möchten sich die Volleyballer mit einem Nationalkader-Spieler verstärken und bieten hierfür ein hohes Stipendium.

In Neuseeland wird eher Rugby gespielt? Ja, aber auch Fußball und die Wassersportarten stehen hoch im Kurs. Die Fußballer der Kings`s High School brauchen einen bewährten Kicker, am Nelson College werden Basketball-Talente gesucht, um noch mehr Körbe zu werfen.

Sonne, Sandstrände und jede Menge Wasser sind schon da, jetzt fehlen noch echte Wasserratten. Segeln, Kayak, Surfen, Tauchen – an der eigenen Wassersportakademie der Waiheke High School kann man das alles machen, aber auch die Theorie-Grundlagen des Sports erlernen. Die richtige Ernährung, Fitness und der Umgang mit Verletzungen stehen auf dem Stundenplan.

Drei weitere Stipendien gehen an Aktive in anderen Sportarten. Am Alfriston College wird ein Stipendiat bei seinen Aktivitäten im Fach Outdoor Education gefördert.

Einem ganz besonderen Sport gehen die Schüler an der Timaru Boys‘ und auch an der Girls‘ School auf der Südinsel Neuseelands in einem 10wöchigen Schnupperkurs nach. Dort lernt ihr alles über das Fliegen, sitzt in einem Cockpit, besucht einen Tower und könnt auch eine Fluglizenz erwerben, wenn ihr 2 Jahre im Land bleibt.

Sportasse machen den ersten Aufschlag zur Bewerbung bei „Meet the Schools!“  am 1. April in Hamburg (MtS_HH_2017). Wer gerade mit seinem Team ein wichtiges Match bestreitet und nicht dabei sein kann, der ruft uns an (Tel. 040-4147580) oder platziert zielsicher eine Mail in unserem Briefkasten: info@hauschundpartner.de