Student Story – Lea Sophie schreibt über das Tongariro Crossing

Mit Auto und Bus bin ich gemeinsam mit meiner Mutter zum Startpunkt der als schönsten geltenden Eintageswanderungen Neuseelands gefahren. Diese Tour ist 19,4 km lang und dauert ohne Pause von dem Startpunkt, zu dem man vom Parkplatz per Bus gebracht wird, 6 ½ Stunden. Sie sollte aber nur bei gutem Wetter begangen werden, da man sonst erstens nichts sieht und es zweitens rutschige Passagen gibt, wo man sich sonst stark verletzen könnte. Wir hatten Glück mit dem Wetter und die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Dementsprechend waren auch eine Menge Leute unterwegs, doch durch die weite Stecke verläuft sich das angenehm.

Die erste Stunde ist angenehm flach und man läuft über ein Lavafeld, auf dem große Gesteinsbrocken vom letzten Ausbruch liegen. Nach einem Foto an einem kleinen Wasserfall – den Soda Springs – inmitten der eigentlich nahezu toten Landschaft geht es den ersten steilen Abschnitt hinauf. Zahlreiche Stufen sind an dem sogenannten Devil’s Staircase zu überwinden, aber der Ausblick wird immer gigantischer. Und wie es auf dem Weg – Flyer so schön steht: „One step after the other. You can do it!“ Oben angekommen ist Zeit für eine kurze Pause und wer meint noch mehr wandern zu müssen, kann noch den angrenzenden immer noch aktiven Vulkan Mt Ngauruhoe besteigen. Ich würde es nicht empfehlen, denn danach sind immer noch 16 km zu wandern und der Aufstieg würden noch 2 ½ Stunden mehr bedeuten. Zudem ist der Anstieg extrem steil und wegen Steinschlaggefahr sehr gefährlich. Wer dennoch den Reiz verspürt hinaufsteigen zu wollen, sollte sich überlegen dies an einem anderen Tag in einer extra Tour zu machen.

Im Anschluss macht man sich auf den Weg zum roten Krater – dem höchsten Punkt der Wanderung. Und dieser Teil ist der Hammer. Man blickt in einen Krater hinein, der aussieht wie ein einziges Gemälde aus Rottönen. Zudem hat man einen tollen Blick auf den Blue Lake sowie den Emerald Lakes mit ihren schwefelhaltigen Ufern. An diesen entlang geht es dann, nachdem man den Red Crater zunächst mehr runter gerutscht als gelaufen ist, dem Abstieg entgegen. Am Ufer des Blue Lake bietet sich ein gemütlicher Punkt, um Lunch zu haben. Nach einer guten Stärkung geht es dann dem langen Abstieg entgegen, wofür man nochmal 2 ½ -3 Stunden einrechnen muss. Und das obwohl man sich dem ENDE ab hier eigentlich schon recht Nahe fühlt, denn wenn man den See umrundet hat, ist bereits die Straße zum Parkplatz erkennbar. Doch der Weg schlängelt sich zunächst eine Stunde lang zu einer kleinen Hütte hinab und anschließend noch eine Stunde weiter den Hügel hinunter bevor man noch eine Stunde durch einen Urwald ähnlichen Wald marschiert. Eigentlich Wahnsinn wie auf dieser Seite des Berges wieder so etwas wachsen kann, wo auf der anderen doch alles so durch den Vulkan bestimmt wird.

Nach diesem langen Abstieg kommt man dann endlich beim Parkplatz an und freut sich sehr sein Auto zu sehen. Die Rückfahrt ist dann geprägt von Mündigkeit, aber auch von der Freude über diese tolle, einzigartige Wanderung.

Resultat: Unglaublich beeindruckende Strecke mit Einblicken, die selbst wir als Wandermäuse noch nie gesehen haben. Allerdings zwei Stunden zu lang. Auf jeden FALL genügend Wasser einpacken und auch Sonnenschutz, denn man läuft stets in der prallen Sonne.

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