Ein Tag im Auenland

Heute verließen wir Auckland und machten uns auf den Weg nach „Hobbiton“. Für eingefleischte „Herr der Ringe“-Fans ein absolutes Must-See. Nach knapp zweistündiger Fahrt erreichten wir das „Shire’s Rest“, von wo aus unsere Tour startete. Alle fünf Minuten fährt ein grüner Hobbiton-Bus mit ca. 20 Besuchern zum Filmset, zu Spitzenzeiten kommen 3.000 Menschen am Tag. Unser fröhliche Fahrerin mit dem passenden Namen Pipp, stimmte uns schon auf der Fahrt mit allerlei Anekdoten und lustigen Sprüchen auf die Besichtigung ein. Wusstet ihr, wie Hobbiton entstanden ist? Sir Peter Jackson hatte sich vorgenommen, die perfekte Location für sein großes Filmprojekt zu finden. Und da man von oben einen besseren Überblick hat, setzte er sich kurzerhand in einen Hubschrauber. Und so landete er im September 1998 einfach auf der Schaf- und Rinder-Farm der Familie Alexander. Schon im März 1999 wurde mit dem Um- und Aufbau begonnen und Sir Peter Jackson beantragte bei der Regierung finanzielle Förderung. Zu dieser Zeit war Helen Clark Prime Minister. Sie konnte ihm zwar kein Budget zusagen, dafür aber die tatkräftige Unterstützung der neuseeländischen Armee, die unter anderem eine 1,5 km lange Straße zum Filmset baute und die Voraussetzungen für die weiteren Arbeiten schuf. Und ratet mal, durch welche kampferprobten Männer später die Orks verkörpert wurden?

Von unserem Guide Jenna wurden wir nach der kurzen Busfahrt durch das Filmset geführt. Die 400 Mitarbeiter haben alles so liebevoll gestaltet, dass man sich die Hobbits mit ein bisschen Fantasie problemlos dazudenken kann. Der Rundgang führt vorbei an Hobbithäusern mit bunten Türen und allerlei Blumen davor. Es gibt einen großen Gemüsegarten, in dem echte Kürbisse, Artischocken, Kartoffeln und Kohl wachsen. An Wäscheleinen hängt Hobbit-Kleidung zum trocknen und vor dem großen Party-Tree liegen Stelzen. Als 2009 die Hobbit-Triologie geplant wurde und die Alexander Farm erneute zum Drehort wurde, suchte Peter Jackson in der Umgebung nach den perfekten Bäumen. Er ließ sogar Blätter aus Taiwan einfliegen und einzeln ankleben. Und wenn an einem künstlich hergestellten Baum die Blattfarbe zu schnell verblasste, wurde jedes einzelne neu bemalt. War das gesamte Set nach dem „Herr der Ringe“-Dreh zurückgebaut wurden, so sollte dieses Mal etwas bleibendes erschaffen werden. Mr. Alexander wurde vom Farmer zum General Manager von „Hobbiton“.

Mit seinen Filmen hat Sir Peter Jackson etwas einzigartiges erschaffen. Ein Tag im Auenland verzaubert!

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