Schulbesuche am „Teachers Only Day“

Heute war für viele Kiwi-Schüler der letzte Tag der Sommerferien. Und ich nutzte den „Teachers Only Day“, um drei unserer Partnerschulen zu besuchen.

Die Western Heights High School liegt zentral in Rotorua. Ca. 1.500 Jungen und Mädchen besuchen die Klassen 9 bis 13. 2005 habe ich für zwei Monate an der Schule als Assistenz-Lehrerin Spanisch unterrichtet. Patti Sutton ist International Director und eine gute Freundin von mir. Das Motto der Schule ist „Taumata Rau  – Heights Through Opportunity“. Hier bekommt jeder Schüler die Chance, seine Stärken zu erkennen und sich weiterzuentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich Performing Arts. Wer in Theater, Musik oder Tanz gefördert werden möchte, ist hier genau richtig. Außerdem erzielen die Schüler regelmäßig hervoragende Ergebnisse in Malerei, Design und Fotografie. Sprachlich interessierte Schüler können zwischen Chinesisch, Japanisch, Französisch und Spanisch wählen. Nach dem Unterricht werden eine Vielzahl an außerschulischen Aktivitäten angeboten. Aufgrund der Lage am Kaituna River und in der Nähe der Red Woods, hat die Schule bereits Profi-Sportler im Kayaking und Mountainbiking hervorgebracht. Einer davon ist mein ehemaliger Gastbruder Sam Sutton, der schon mehrere Weltmeistertitel im Kayaking errungen hat. Pferdeliebhaber können auf Farmen in der Umgebung untergebracht werden, um weiterhin ihrem Hobby nachgehen zu können. Die Schule achtet sehr auf eine kulturelle Durchmischung, sodass man keine Angst haben muss einer von vielen anderen Deutschen zu sein. Ganz im Gegenteil. Hier lernt man das echte Neuseeland kennen!

Western Heights High School Homepage

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Nur wenige Meter von der Western Heights High School entfernt, liegt das John Paul College. An der katholischen Lasall Schule werden ca. 1200 Jungen und Mädchen in den Klassen 7 bis 13 Unterrichtet. Mike Dwight (International Director), wird nicht müde zu betonen, dass hier niemand zum katholischen Glauben bekehrt werden soll. Auch wir hatten schon Schüler dort, die selber nicht katholisch waren. Das John Paul College erzielt regelmäßig Spitzenleistungen sowohl im akademischen, als auch im kulturellen und sportlichen Bereich. Kein Gebäude ist älter als 10 Jahre alt, sodass die Schüler in einer äußerst modernen Umgebung lernen.Den Schülern stehen sogar zehn Tennisplätze zur Verfügung. Besonders ehrgeizige Athleten können unter anderem in Golf, Mountainbiking und Schwimmen eine spezielle Förderung erhalten. Sogar Flugstunden werden angeboten. Zum Unterrichtsangebot gehören auch seltenere Fächer wie Legal Studies und Earth & Space Science. Momentan ist unsere Schülerin die einzige Deutsche an der Schule. Durch den guten kulturellen Mix, wird den internationalen Schülern die Integration erleichert. Die Achtung der christlichen Werte sorgt außerdem für einen äußerst respektvollen und offenen Umgang miteinander.

John Paul College Homepage

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Nach ca. 30 Minuten Autofahrt erreicht man den kleinen Ort Te Puke an der Bay of Plenty. In der „Welthauptstadt der Kiwi-Frucht“ liegt inmitten von Obstplantagen die Te Puke High School. Die Schule hat einen sehr offenen Charakter. Hier gibt es kaum geschlossene Klassenräume und in Zukunft sollen die ca. 1000 Jungen und Mädchen verstärkt fächerübergreifend unterrichtet werden. Passend zu dem ländlichen Charakter der Te Puke High School, gibt es einen kleinen Schulgarten, in dem Schüler ihr neu erlerntes Wissen aus dem Fach Gartenbau anwenden können. Schwimmer können im schuleigenen Pool trainieren. Auf die Integration der internationalen Schüler wird einen großen Wert gelegt. Das International Department befindet sich in der Schulbibliothek, damit die internationalen Schüler auch unter den Kiwis sind, wenn sie sich dort einfinden. Von Te Puke aus fährt man nur ca. 30 Minuten zum Strand, sodass im Rahmen von Outdoor Education auch viele Wassersportarten erlernt werden können. Wer eine famililäre Umgebung sucht, wird sich an der Te Puke High school sehr wohl fühlen.

Te Puke High School Homepage

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Rotorua – mehr als nur Schwefel

Endlich zurück in Rotorua. Von vielen verkannt, von mir heiß geliebt. Nach meinem Abitur lebte ich drei Monate in der Stadt, um an der Western Heights High School als Assistenz-Lehrerin Spanisch zu unterrichten. Die meisten verbinden mit Rotorua nur  den schwefeligen Duft nach verfaulten Eiern. Zum einen ist dieser aber gar nicht so schlimm und zum anderen verhält es sich damit wie mit allen anderen Düften auch – nach kurzer Zeit stumpft die Nase ab und man nimmt den Geruch gar nicht mehr war. Und dann sieht man plötzlich all die schönen Seiten dieser Stadt. Nicht umsonst verehren die Maori diesen Ort und machen heute immernoch 35% der Gesamtbevölkerung aus. Rotorua ist nicht nur die größte Thermalgegend Neuseelands, sondern liegt auch direkt am wunderschönen Lake Rotorua. In unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere Seen, die zum Wassersport einladen. Wer gerne Surfen möchte, fährt nur 30 Minuten bis zum nächsten Strand und für Mountainbiker sind die Redwoods Whakarewarewa Forests das reinste Paradies.

Wir haben das Glück bei meiner ehemaligen Gastfamilie zu wohnen, sodass wir den Tag mit einer geführten Fahrradtour durch Rotorua starten. Der Schwefelgeruch kommt natürlich nicht von Ungefähr. Wo man auch hinblickt, an jeder Ecke dampft und brodelt es. Bisweilen schießt sogar ein Geysir aus der Straße. Aufgrund der spektakulären Thermalquellen zieht „RotoVegas“ jährlich drei Millionen Besucher an. Wir fahren durch den Kuirau Park, ein vulkanisches Gebiet im Westen des Stadtzentrums.2003 wurde durch einen Vulkanausbruch ein Großteil des Parks unter Schlamm begraben. Zurück blieben Kraterseen und weiß-gelbe Gesteinsterrassen mit wabernden Dampfwolken darüber. Es wirkt fast ein bisschen unwirklich und wie auf einem anderen Planeten. Die Government Gardens sind dafür umso grüner und behergen das hübsche Rotorua Museum und das Polynesian Spa.

Nach der Fahrradtour fahren wir weiter zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. „Wai-O-Tapu“ ist Maori und heißt „Heilige Wasser“. Das Thermalgebiet mit seinen Kratern, Schlammtümpeln, Seen und Geysiren erstreckt sich über eine Fläche von 18 km² und steht unter Landschaftsschutz. Schwefel, Arsensulfide, Eisenoxid und andere Elemente bzw. Verbindungen sorgen für ein Farbenmeer aus gelb, orange, grün, purpur, rot, braun und schwarz. Einige Krater haben eine Durchmesser von 50 Metern und sind 20 Meter tief. Bei einem Grundwasserspiegel von drei Metern bricht der Waiotapu Geysir alle zwei bis 36 Stunden aus. Die größte Quelle stellt der 700 Jahre alte Champagne Pool mit einem Durchmesser von 65 Metern und einer Tiefe von 63 Metern dar. Bei einer Wassertemperatur von 74°C sollte man sich das Bad darin lieber sparen. Gold, Silber, Aresen, Quecksilber, Schwefel und Antimon sorgen für eine einzigarte Färbung des Wassers. Wenn der Inferno Crater ausbricht, bekommt man eventuell eine kostenlose Schlamm-Maske. Der Grund des Kraters besteht aus brodelndem Schlamm der bei gelegentlichen Ausbrüchen 20 Meter hoch in die Luft geschleudert wird. Wir verlassen den Park unversehrt und gönnen uns zur Abkühlung eine Kugel „Hokey Pokey“-Eis bei Jenny’s Ice Cream Parlor am See.

Gestärkt fahren wir mit der Gondel hoch zur Skyline. Von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt. Es gibt außerdem eine Sommerrodelbahn und Mountainbike-Traks. Wer noch mehr Adrenalin braucht, lässt sich mit einer Riesenschaukel in die Luft katapultieren oder saust an einem Seil den Hang hinunter.

Rotorua die stinkende „Schwefelstadt“? Weit gefehlt. Hier brodelt nur ein Mix aus atemberaubender Natur und spektakulärer Freizeitgestaltung, der unbedingt entdeckt werden möchte.

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Ein Tag im Auenland

Heute verließen wir Auckland und machten uns auf den Weg nach „Hobbiton“. Für eingefleischte „Herr der Ringe“-Fans ein absolutes Must-See. Nach knapp zweistündiger Fahrt erreichten wir das „Shire’s Rest“, von wo aus unsere Tour startete. Alle fünf Minuten fährt ein grüner Hobbiton-Bus mit ca. 20 Besuchern zum Filmset, zu Spitzenzeiten kommen 3.000 Menschen am Tag. Unser fröhliche Fahrerin mit dem passenden Namen Pipp, stimmte uns schon auf der Fahrt mit allerlei Anekdoten und lustigen Sprüchen auf die Besichtigung ein. Wusstet ihr, wie Hobbiton entstanden ist? Sir Peter Jackson hatte sich vorgenommen, die perfekte Location für sein großes Filmprojekt zu finden. Und da man von oben einen besseren Überblick hat, setzte er sich kurzerhand in einen Hubschrauber. Und so landete er im September 1998 einfach auf der Schaf- und Rinder-Farm der Familie Alexander. Schon im März 1999 wurde mit dem Um- und Aufbau begonnen und Sir Peter Jackson beantragte bei der Regierung finanzielle Förderung. Zu dieser Zeit war Helen Clark Prime Minister. Sie konnte ihm zwar kein Budget zusagen, dafür aber die tatkräftige Unterstützung der neuseeländischen Armee, die unter anderem eine 1,5 km lange Straße zum Filmset baute und die Voraussetzungen für die weiteren Arbeiten schuf. Und ratet mal, durch welche kampferprobten Männer später die Orks verkörpert wurden?

Von unserem Guide Jenna wurden wir nach der kurzen Busfahrt durch das Filmset geführt. Die 400 Mitarbeiter haben alles so liebevoll gestaltet, dass man sich die Hobbits mit ein bisschen Fantasie problemlos dazudenken kann. Der Rundgang führt vorbei an Hobbithäusern mit bunten Türen und allerlei Blumen davor. Es gibt einen großen Gemüsegarten, in dem echte Kürbisse, Artischocken, Kartoffeln und Kohl wachsen. An Wäscheleinen hängt Hobbit-Kleidung zum trocknen und vor dem großen Party-Tree liegen Stelzen. Als 2009 die Hobbit-Triologie geplant wurde und die Alexander Farm erneute zum Drehort wurde, suchte Peter Jackson in der Umgebung nach den perfekten Bäumen. Er ließ sogar Blätter aus Taiwan einfliegen und einzeln ankleben. Und wenn an einem künstlich hergestellten Baum die Blattfarbe zu schnell verblasste, wurde jedes einzelne neu bemalt. War das gesamte Set nach dem „Herr der Ringe“-Dreh zurückgebaut wurden, so sollte dieses Mal etwas bleibendes erschaffen werden. Mr. Alexander wurde vom Farmer zum General Manager von „Hobbiton“.

Mit seinen Filmen hat Sir Peter Jackson etwas einzigartiges erschaffen. Ein Tag im Auenland verzaubert!

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Waiheke Island – Welcome to Paradise

„Wie kannst du Kinder hierhin schicken? Die kommen doch  nicht wieder!“ Nach einer 35-minütigen Fahrt mit der Fähre über den Hauraki Golf , hatten wir Waiheke Island erreicht. Ein kleines Paradies vor Aucklands Haustür. Die Grillen Zirpen, die Luft schmeckt nach Sommer. Eine Stimme im Kopf sagt: „Komm! Lass uns verrückt sein und auswandern.“ Aber leider ist man nie verrückt genug und deshalb bleibt am Ende doch nur ein Tag, um dieses 93km² Stück Glück zu erkunden. Im Oneroa Village mit seinen kleinen Läden und dem hübschen Strand ist die erste Station des Hop On Hop Off-Busses. Von dort geht es weiter nach Ostend, wo Samstags ein Markt stattfindet. Wir schlendern zwischen den Ständen mit Büchern, Krimskrams und Lebensmitteln hindurch. Zur Erfrischung gibt es einen frisch gepressten Möhren-Orangensaft, von einem Deutschen, der seit 18 Jahren in Neuseeland lebt und in seinem früheren Leben Filialleiter einer Bank in Hamburg war. Einige hören eben doch auf die Stimme im Kopf…Unsere Verrückheit beschränkt sich darauf einen sündhaft teuren Pohutakawa (Christmas Tree) Honig zu kaufen. Mit dem Bus fahren wir weiter zum Wine Valley. Mehr als 20 Weingüter gibt es auf der Insel. Durch die Weinreben laufen wir bei glühender Hitze runter zum 1,87 km langen Onetangi Beach. Die Füße freuen sich über die Abkühlung, die Augen möchten sich nicht lösen von dem smaragdgrünen Wasser. 2 Millionen Dollar kostet hier ein Grundstück. Mit frisch gepresstem Saft lässt sich das leider nicht verdienen. Auf dem Rückweg zur Fähre halten wir bei der Waiheke High School. Zwei unserer Schüler haben nächste Woche ihren ersten Schultag dort. Wer möchte kann an der Schule alles über Weinanbau lernen oder an der Wassersport-Akademie teilnehmen. Vom Sportplatz blickt man direkt aufs Meer. Leider hat die Schule noch geschlossen, sodass wir nur von außen fotografieren können. Am Nachmittag geht es zurück nach Auckland, wo wir den Tag mit einem Essen auf dem Sky Tower auklingen lassen. Das Orbit Restaurant dreht sich kontinuierlich, sodass man einen 360° Blick über die Stadt hat. Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir an Giapo Haute Ice Cream vorbei. Ob Eishimmel oder Kalorienhölle, wer hier nicht war hat was verpasst!

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Stadtrundgang durch Auckland

Endlich wieder in Auckland. Kaum zu glauben, dass es schon 14 Jahre her ist, dass ich hier auf das Rangitoto College gegangen bin. Als ich heute unsere Schüler im Hotel und am Flughafen verabschiedete, fühlte sich alles wie gestern an. Das letzte Mal, dass ich in Auckland war, ist allerdings nicht 14 Jahre her. Trotzdem hat sich seit meinem letzten Besuch vieles verändert. Die Stadt wächst, überall wird gebaut, Altes wird abgerissen und Neues entsteht. Nicht umsonst ist Auckland die am schnellsten wachsende Stadt Neuseelans. Der Sky Tower dient jedoch nach wie vor als Orientierungspunkt. Mit 328m ist er übrigens das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre. Wer Lust auf ein wenig Nervenkitzel hat, kann sich an einem Seilt mit 85km/h herunterstürzen. Wir entschieden uns dagegen und gingen zunächst die Queen Street hinunter. Die Haupteinkaufsstraße besteht aus einem bunten Mix aus Geschäften, Restaurants und Imbissen. Hier findet man Glassons (das neuseeländische Pendant zu H&M) und Kathmandu (die beste Adresse für Outdoor-Kleidung), ebenso wie Prada und Gucci. Schon von weitem steigt einem der Duft von Mrs Higgins Cookies in die Nase. Die Kekse sind noch warm und ein bisschen weich von innen. Perfekt für ein zweites Frühstück. Der Khartoum Place vor der Auckland  Art Gallery erinnert mit einem gekachelten Wandbild daran, dass sich die neuseeländischen Frauen als erste der Welt das Wahlrecht erkämpften. Hättet ihr das gewusst? Ein kleiner Abstecher rüber zur Princess Street lohnt sich, um den University Clock Tower zu bewundern. In dem alten Gebäude befindet sich heute das Studenten-Büro der Auckland University. Innen liegen Prospekte aus. Vielleicht sollte man einfach noch einmal studieren? Durch die High Street mit ihren kleinen Boutiquen und Cafés geht es zurück zur Queen Street, die geradewegs zur Britomart Train Station führt. Früher beherbergte das schöne Gebäude die Post, heute ist unten eine Einkaufspassage drin.Vom Britomart sind es nur noch wenige Stücke bis ans Wasser. Hier ist Auckland am schönsten. Das große Kreuzfahrtschiff hatten wir schon von weiterem gesehen. Daneben legen im Minutentakt Fähren zu den verschiedenen Inseln im Hauraki Golf ab. Vorbei am Ferry Terminal geht es zum Viaduct Harbour. Aus dem früheren Handelshafen ist durch den America’s Cup 1999/2000 und 2003, ein schickes Hafenviertel geworden. Wem wohl die Mega-Yachten gehören, die hier festgemacht haben? Vorbei an den Yachten gelangt man über eine Zugbrücke in das Wynyard Quarter, welches anlässlich der Rugby-Weltmeisterschaft 2011 neu errichtet wurde. Ein wenig erinnert es an die Hafen City in Hamburg. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Downtown Auckland. Am besten genießt man diese Aussicht mit einem leckeren Hokey Pokey-Eis in der Hand. Dazu sei nur so viel gesagt: Allein diese Eissorte ist eine Reise nach Neuseeland wert!

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Auf geht’s nach Neuseeland

2 Tage noch, dann geht das Abenteuer für unsere 66 Schüler, die 3 bis 12 Monate in Neuseeland verbringen werden, endlich los. 52 von ihnen haben sich für unseren Gruppenflug entschieden und ich freue mich riesig darauf, sie auf der ersten Etappe zu begleiten.

Zeigt mir eure Schulen, die ungewöhnlichsten Sportarten, spannendsten Fächer, eure Werkstätten und Musikräume. In welchem Umfeld werden unsere Schüler wohnen, was können sie in ihrer Freizeit erleben, welche Aktivitäten werden außerhalb des Unterrichts angeboten? Unter diesem Motto und mit diesen Fragen besuche ich drei Wochen lang High Schools in Neuseeland, treffe die internationalen Schulleiter und lasse mir die Umgebung zeigen.

So kann ich alle Fernwehgeplagten und Neuseeland-Fans, die das Abenteuer Auslandsschulaufenthalt mit uns planen, noch besser beraten. Den Technikbegeisterten, Sportlern, künstlerisch oder sprachlich Interessierten werde ich top-aktuell erzählen, welche Möglichkeiten Ihnen bei den Kiwis geboten werden.

Unsere Gruppe fliegt zunächst für das Welcome-Seminar nach Auckland. In Neuseelands größter Stadt bin ich selber für ein halbes Jahr auf das Rangitoto College gegangen. Dort werden Bastian und ich unsere Schüler und die dritte Flugbegleitung Johanne verabschieden und zu zweit weiterreisen.

Unsere nächste Etappe ist Rotorua. Mountainbiker, Hockeyspieler und Künstler kommen an der Western Heights High School auf ihre Kosten. Hier habe ich selber als Assistenz-Lehrerin Spanisch unterrichtet. Meine ehemalige Gastmutter ist hier International Director und wird mir von den neuen Angeboten der Schule erzählen, die ich dann im Beratungsgespräch weitergeben kann.

Auf der Südinsel freue ich mich auf die Darfield High School – eine eher kleinere Schule auf dem Land, aber sehr nahe bei Christchurch. Hier ist man nahe an den Bergen, kann hervorragend klettern, Ski fahren und auch reiten. Ich bin gespannt!

Fast drei Autostunden nördlich von Auckland werde ich mir die Whangarei Girls‘ High School ansehen. In der Nähe kann man segeln und tauchen, Delfine und Wale beobachten. Theater, Kayaking, klassische Orchester und moderne Bands, Maori und Tourismus, Ernährungslehre oder Fotografie – das Angebot ist sehr vielseitig und es gibt auch ein Internat. Wem empfehlen wir eine Gastfamilie, wem ein Internat? Das erfahrt ihr später bei uns im Gespräch.

Außerdem teste ich Aktivitäten, die viele von euch sicherlich auch machen werden. Ein Besuch in Hobbiton, das berühmte „Tongariro Crossing“ und ein Ausritt stehen auf meinem Programm.

Welche der Schulen kann ein Talent mit einem Stipendium fördern, wie erleben Schüler, die wir gerade in Neuseeland betreuen, ihre Schule, wie geht es ihnen in den Gastfamilien – ich werde berichten.

Meine Kamera ist startklar, mein Laptop aufgeladen – auch für mich beginnt das Abenteuer Neuseeland!